Mats Stotten (Handball SV Westerholt)
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Auch Landesligist SV Westerholt, hier mit Mats Stotten, lotet aktuell noch aus, inwiefern die Teilnahme an einer Aufstiegsrunde sinnvoll ist.

Handball

Aufstiegsrunde oder nicht - so sieht die Lage bei den Vereinen aus

  • vonOlaf Nehls
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  • Jochen Börger
    Jochen Börger
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Der Handballverband Westfalen hat entschieden, dass die Saison nur noch eingeschränkt möglich ist. In den Vereinen wird diskutiert, wie man verfahren soll.

Ob man noch von einem „Plan B“ oder schon von einer Einstufung der Marke C oder D sprechen kann, ist schon fast egal. Fakt ist: Die Handball-Vereine im Kreis müssen sich darauf gefasst machen, dass in dieser Saison sowieso nichts mehr nach Plan laufen wird. Und doch glühen zwischen Vorständen, Sportlichen Leitungen, Spielern und Trainern die Drähte. Es geht um die Frage: Sollte es noch zu einer Fortsetzung der Saison kommen, macht dann eine Teilnahme an einer Aufstiegsrunde überhaupt Sinn?

Der Handballverband Westfalen setzte – wie berichtet – jüngst ein Zeichen gesetzt. Wer bereit ist, an einer Aufstiegsrunde teilzunehmen, darf das tun. Der Rest der Klubs könnte kleine, regionale Turnieren absolvieren. Nun sind also die Vereine am Zug, ihre eigenen Planspiele zu kreieren. „Wir stehen natürlich mit unseren Spielern im ständigen Austausch und wollen auch ihre Meinung dazu hören“, sagt Ralf Anischewski, Sportlicher Leiter des Landesligisten SV Westerholt. Bis zum kommenden Sonntag wollen die Hertener zumindest grob ausloten, wohin der Weg führt. „Wenn die Mannschaft an einer möglichen Aufstiegsrunde teilnehmen möchte, dann würden wir auch melden“, sagt Anischewski. Wenn einzelne Spieler aber aufgrund der Pandemie Bedenken haben, würde man das natürlich akzeptieren.

Skepsis beim FC 26 Erkenschwick

Mit dem Thema Aufstiegsrunde beschäftigte man sich beim FC 26 Erkenschwick noch nicht abschließend. „Wir haben uns im Vorstand und mit unserem Trainer Jens Körner mal locker darüber unterhalten“, sagt Abteilungsleiter Andreas Krebs dazu. „In meinen Augen macht es für uns noch nicht viel Sinn. Wir haben ja nach dem Aufstieg aus der Bezirksliga erst zwei Spiele in der Landesliga absolviert. Das wäre ein Quantensprung. Aber die Entscheidung darüber treffen wir im Verein gemeinsam. Wir hoffen jetzt alle darauf, dass es irgendwann mal wieder in die Halle geht und wir uns auf eine neue Saison im September vorbereiten können.“

Philipp Berg bleibt bei der PSV Recklinghausen

Fast zweieinhalb Stunden dauerte am Dienstagabend die Sitzung des Abteilungsvorstandes bei der PSV Recklinghausen. Einer der wichtigsten Aspekte war auch dort, wie man mit einer möglichen Saisonfortsetzung verfährt. Eine Entscheidung, beispielsweise für die Verbandsliga-Herren, steht aus. „Es ist doch eh alles unsicher, das Küken ist ja noch gar nicht geschlüpft“, sagt PSV-Sprecher Lutz Cebulla. Dass die junge Truppe von Trainer Nadim Karsifi aber eher eine behutsame Weiterentwicklung anstrebt und eine Aufstiegsrunde noch gar nicht in den Fokus rückt, gilt als gar nicht einmal unwahrscheinlich.

Eine Personalie in diese Richtung steht zudem jetzt fest. Philipp Berg, mit 18 Jahren bereits Leistungsträger, hat sich für einen Verbleib bei der PSV entschieden – trotz durchaus interessanter Angebote von höherklassigen Vereinen.

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