Andreas Gutzeit (Trainer HTV 95/28)
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Das war es für diese Saison: Auch HTV-Coach Andreas Gutzeit und sein Team müssen passen.

Handball

Nach dem Abbruch von Bezirks- und Kreisliga - so reagieren die Trainer

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  • Olaf Nehls
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Die Handall-Saison in der Bezirks- und Kreisliga ist wegen der Corona-Pandemie abgebrochen. „Uns sind eh die Hände gebunden“, lautet vielfach die Reaktion der Trainer.

Am Ende blieb den Kreisvorsitzenden in Westfalen keine andere Wahl: Die im Oktober unterbrochene Handball-Saison in den Bezirksligen, den Kreisligen und in der Jugend ist nun endgültig abgebrochen. Gewertet wird die Spielzeit nicht, es wird keine Auf- und Absteiger geben. Im Herbst versuchen die Kreise einen Neustart. Aber wie fällt die Reaktion der Trainer im Kreis Recklinghausen auf diese Entscheidung aus?

Andreas Gutzeit vom Bezirksligisten HTV 95/28 Recklinghausen sagt: „„Ich bin enttäuscht. Aber mit etwas anderem war irgendwie auch nicht mehr zu rechnen.“ Gutzeit sieht die Lage durchaus mit gemischten Gefühlen. „Denn die Schäden für den Breitensport sind immens. Aber letzlich sind wir abhängig von der Entscheidung anderer und müssen es hinnehmen, wie es nun gekommen ist.“ Was dem HTV nur noch bleibt, ist folgende Erkenntnis: Ganze zwei Spiele absolviert, ein Sieg, eine Niederlage – und jetzt irgendwie den Fokus auf die kommende Saison richten. Gutzeit, das steht fest, macht als Trainer weiter, von Abgängen ist ebenfalls nichts bekannt. Was sonst noch geschieht, ist offen. „Weil eine solide Planung aktuell einfach schwierig ist“, so der Coach.

„Das einzig Gute ist, wenn es so etwas gibt, dass es alle gleich trifft.“

Auch für Eberhard Metz, Coach des Bezirksligisten VfL Hüls, kommt der Saisonabbruch nicht überraschend. „Die Tendenz war doch seit Langem klar. Wer jetzt noch an eine Saisonfortsetzung geglaubt hatte, der muss wohl mehr als nur ein Optimist sein. Der Abbruch ist alternativlos. Das einzig Gute ist, wenn es so etwas gibt, dass es alle gleich trifft.“ Am Hülser Loekamp ändert der Saisonabbruch an der aktuellen Situation nichts. „Ich denke, wir waren schon vor dieser Saison nicht ganz schlecht aufgestellt für die Liga, wir werden wohl mit dem aktuellen Kader auch in die neue Saison gehen – sofern die im September stattfinden kann“, so Metz.

Stefan Schlechter, Coach des Liga-Rivalen Westfalia Scherlebeck, meint: „Dass ein Abbruch kommen würde, war frühzeitig abzusehen. Das ist auch die einzig richtige Entscheidung. Irgendwelche Aufstiegsrunden oder Pokalspiele zu planen, wie es wohl einige vorhatten, bringt nichts. Auch in Scherlebeck sieht man sich gut aufgestellt, und doch: „Natürlich vermisst man die Kontakte, das Miteinander beim Training. Die Vorstellung, dass der aktuelle Zustand noch weiter anhalten wird, ist schon gruselig“, findet Schlechter. Größere Sorgen bereitet dem Übungsleiter die Jugend: „Wir haben eine A-Jugend, die kam gar nicht ans Spielen. Da müssen wir in der neuen Saison erst mal gucken, wie wir da aufgestellt sein werden. Aber eins ist ja auch klar“, schließt der Trainer: „Die Begeisterung für unseren Sport, wie wir sie über Jahre hatten und haben, in der Jugend neu zu entfachen, ist die wohl größte Herausforderung, vor der alle Vereine stehen.“

Generell hält sich die Freude über den Abbruch bei den Vereinen verständlicherweise in Grenzen. So auch bei Trainer Björn Peters vom Kreisligisten Waltroper HV. „Wir hatten gehofft, dass wir im Mai oder Juni eventuell an einer Art Aufstiegsrunde teilnehmen können“, sagt er. „Jetzt bereiten wir uns dann eben auf die nächste Saison vor und hoffen, dass wir im September wieder an den Start gehen können.“.

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