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Ein normaler Spiel- und Trainingsbetrieb auf Sportanlagen erscheint weiterhin schwierig.

Corona

Das Warten geht weiter - Lockerungen für Sportvereine sind noch lange nicht in Sicht

  • vonOlaf Nehls
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  • Jochen Börger
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Der Hauch von Aufbruchstimmung ist vorbei, die Sportvereine fürchten, dass bald verschärfte Verordnungen greifen.

Wenn eine Notbremse gezogen wird, dann ist es meist kein gutes Zeichen. Das gilt im Zuge der aktuellen Entwicklung zur Corona-Schutzverordnung auch für die Sportvereine. Der kleine Hauch von Aufbruchstimmung, der sich jüngst verbreitete, verpufft schon wieder. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat Anfang dieser Woche verkündet, dass eine Notbremse mit weiteren Schließungen statt Lockerungen gezogen werde.

Explizit wurde in diesem Zusammenhang der Bereich Sport zwar nicht erwähnt. Aber die angekündigte Rückkehr zu Regelungen, die auch schon vor dem 8. März galten, werden die Planungen der Vereine nicht erleichtern. Bis mindestens Mitte April mag es bestenfalls in einigen Regionen von NRW Chancen auf eine Öffnung für den Sportbetrieb geben. Als Maßstab gilt weiter die Sieben-Tage-Inzidenz, die bereits in vielen Städten und Kreisen die 100-Marke überschritten hat. Die Zahlen im Kreis Recklinghausen sprechen eine deutliche Sprache – aktuell mit einem Wert von 115,1.

Nur eine kurze Halbwertzeit

Welch kurze Halbwertzeit aber eine Öffnung von Sportanlagen hat, zeigt ein Blick auf die Corona-Schutzverordnung des Landes. Die aktuellste Fassung datiert vom 23. März, sie umfasst folgende Fakten: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen ist unzulässig.

Ausgenommen von dem Verbot ist auf Sportanlagen unter freiem Himmel der Sport von höchstens fünf Personen aus höchstens zwei verschiedenen Hausständen oder ausschließlich mit Personen des eigenen Hausstandes, als Ausbildung im Einzelunterricht sowie von Gruppen von höchstens 20 Kindern bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren zuzüglich bis zu zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen.

Verordnung könnte verschärft werden

Entscheidend ist indes ein ganz anderer Passus: Denn schon am kommenden Montag tritt diese Verordnung außer Kraft. Angesichts steigender Infektionszahlen ist nicht davon auszugehen, dass es zu einer Lockerung kommt: Im Gegenteil, selbst die Regelung der Gruppen mit bis zu 20 Kindern könnte dann wieder kippen.

Nicht umsonst sind daher schon jetzt viele Vereine bei der Planung der Trainingsarbeit für ihren Nachwuchs vorsichtig. Beispiel TuS 09 Erkenschwick: „Um uns Trainer und natürlich unsere Athleten zu schützen, trainieren wir schon jetzt nur noch in Zweiergruppen zu unterschiedllichen Zeiten. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Robert Labian, Coach der Altersklasse U14. Wann er wie viele andere Übungsleiter und Sportler in einen normalen Trainingsbetrieb zurückkehren kann, ist ungewisser denn je. Der Fußball-und Leichtathletik-Verband (FLVW) will sich am kommenden Montag (29. März) äußern.

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