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In die Halle können die Handballer des FC 26 Erkenschwick, hier mit Torben Wyink (M.) zurzeit nicht.

Hallensport

Diskussion um Hallenschließungen im Ostvest während der Ferien

Drei Städte im Ostvest, drei unterschiedliche Konzepte, wie in den Sommerferien die Sporthallen geöffnet sind. Waltrops Sportler haben es gut.

  • Im Ostvest ist die Hallenzeit während der Ferien in jeder Stadt unterschiedlich
  • In Datteln sind sie in den ersten drei Wochen offe, in Oer-Erkenschwick in den letzten drei, in Waltrop sind sie durchgängig geöffnet
  • Für Datteln gibt es Vorschläge seitens der Vereinsvertreter

In Datteln sind die Sporthallen während der drei ersten Ferienwochen offen, inOer-Erkenschwick in den letzten drei, in Waltrop dürfen die Vereine sie während der kompletten sechs Wochen nutzen.  Dementsprechend unterschiedlich fallen die Reaktionen bei den betroffenen Vereinen aus.

Vereinsvertreter machen Vorschlag für Datteln

Besonders hart trifft es in Datteln die Basketballer des TV 09 sowie die Badminton-Abteilung des TV. Beide Abteilungen trainieren überwiegend in der Halle des Berufskollegs Ostvest, das unter der Regie des Kreises steht. Sie ist bis zum 31. August geschlossen. Die Badmintonspieler haben sich auf andere Hallen verteilt, üben mehr schlecht als recht. Bei den meisten Mannschaften der Basketballer herrscht Pause. Wie und wo es nach den Ferien weitergeht, weiß Abteilungsleiter und Trainer Martin Karbe noch nicht. Böse hat es auch dieVolleyballerinnen der DJK Sportfreunde Datteln erwischt.  „Ich habe abends ein Hallendrittel angemietet, um unseren Spielern eine Wettkampfvorbereitung bieten zu können“, sagt Heiko Gröne, Vorsitzender des TTC BW Datteln.

Eine Frage stellen sich Kruber wie Gröne: „Müssen drei Wochen lang alle Hallen geschlossen werden, damit sie gereinigt werden können?“ Krubers Vorschlag: „Einige Hallen könnten geöffnet werden, während andere gereinigt werden. Die Reinigung wird ja nicht gleichzeitig in allen Hallen passieren.“ Und Gröne meint: „Man könnte die Hallen auch tageweise schließen.“

Effektives Training nur in der Halle möglich 

Anders ist die Situation in Oer-Erkenschwick. Dort haben die Vereine die Möglichkeit, sich in der zweiten Ferienhälfte auf die Saison vorzubereiten. „Ob uns das zugute kommt, weiß ich nicht“, sagt Michael Gronske, AbteilungsleiterTischtennis beim TuS 09 Erkenschwick, „wir haben schon in jeweils zwei Gruppen à acht Leute trainiert, jetzt ist drei Wochen Pause. Wie es allerdings vonstatten gehen soll, wenn die Saison beginnt und Doppelspieltage auf dem Programm stehen, an denen vier Mannschaften in der Halle sind, weiß ich noch nicht.“ Zweimal in der Woche trainieren derzeit dieHandballer des FC 26 Erkenschwick im Stadion. „Wir machen Hallensport, weil wir Hallensport machen wollen“, meint Jens Körner, der Trainer der ersten Mannschaft, „sonst wären wir Leichtathleten geworden.“ Effektives Handballtraining, sagt er, sei an der freien Luft nicht möglich.

Schlaraffenland Waltrop

Im Schlaraffenland befinden sich die Hallensportler in Waltrop, wenngleich es nicht alle in die Halle zieht. Dejan Petrov, Trainer der Basketballer des GV Datteln, die dank Wildcard in die 2. Regionalliga aufgestiegen sind, bleibt vorerst lieber an der frischen Luft. „Draußen dürfen bis zu 30 Leute trainieren, in der Halle sind es nur zehn. Zudem schwitzen die Jungs in der Halle stärker. Draußen ist es eine sicherere Geschichte.“ Laufen sowie Übungen mit dem Ball stehen bei Petrov auf dem Programm. „Das ist gut für die Jungs“, sagt er, „schließlich haben sie knapp vier Monate lang keinen Ball in der Hand gehabt.“ 

Seit gut zwei Wochen sind die Handballer des Waltroper HV wieder im Training. „Es wird spekuliert, dass der Saisonbeginn am 1. November sein soll“, sagt Trainer Björn Peters. Er hat ein Trainingsprogramm ausgearbeitet, das sowohl den Freiluft- als auch den Hallenbereich abdeckt. „Zehn Mann aus der Truppe gehen in die Halle, mit denen wird positionsspezifisch trainiert, die anderen sind draußen“, erklärt er, „das klappt wunderbar.“ Für ihn ist es das erste Mal, dass in Waltrop die Hallen über die kompletten Ferien hinweg geöffnet sind. „Damit bin ich aktuell sehr zufrieden“, sagt Peters.

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