American Football

Die Dorsten Reapers wollen nichts überstürzen

BARKENBERG - Die Dorsten Reapers arbeiten fleißig am Start im Ligabetrieb. Dabei wollen sie abernichts überstürzen. Vor 2019 wird es deshalb keine Dorstener Ligamannschaft geben.

20 Jahre nach dem Aus der Dorsten Braves ging im Herbst 2017 ein neuer Verein für American Football in Dorsten an den Start, die Dorsten Reapers.

Die Footballer gehören Grün-Weiß Barkenberg an. Trainer Bastian Grundmann war es, der vor einigen Monaten mit der Idee einer Footballabteilung auf die Grün-Weißen zukam. "Ich wusste, dass dort ein junger, aufgeschlossener Vorstand gute Arbeit leistet", erklärt er. Die machen bestimmt vieles mit, dachte er sich.

Und genau so war es auch. "Nachdem Bastian auf uns zukam, mussten wir nicht lange überlegen", sagt der 2. Vorsitzende von Barkenberg, Dirk Pech. Mittlerweile ist Pech auch als Abteilungsleiter Football eng in die Planung der Reapers eingebunden.

Geplant war, so schnell wie möglich Jugendliche und Erwachsene zu mobilisieren, um am Ligaspielbetrieb teilnehmen zu können. Doch 2018 wird das noch nicht der Fall sein. "Es fehlt noch Kadertiefe", muss "Tower", wie Grundmann aufgrund seiner mächigen Statur genannt wird, eingestehen. Gleichzeitig steht auch die Entwicklung der vielen Anfänger noch im Mittelpunkt.

Ungefähr 40 Spieler nehmen aktuell am Trainingsbetrieb teil. Der Verein wächst stetig. Weil darunter aber auch noch Jugendliche sind, die zu jung für den Seniorenspielbetrieb sind, haben die Reapers zu wenige Spieler für einen geordneten Spielbetrieb. "Es müssen ja nur ein paar Leute wegen Verletzung oder beruflicher Pflichten ausfallen", erklärt Grundmann, "dann wird es schon knapp."

Deswegen sucht er mit seinem Team und seinen Coaches weitere interessierte Spieler. "Das Schöne am Football ist", so der Coach, "dass jeder mitspielen kann. Für jede Statur, für jegliche physische Voraussetzung gibt es eine passende Position."

Und dass Anfänger nicht lange brauchen, um in das Team hineinzufinden, ist auch schon bewiesen. Beim Training treiben sich die Spieler gegenseitig an. Neulinge werden herzhaft aufgenommen. Die freundschaftliche Rivalität zwischen der Defense und Offense im Trainingsspiel stachelt zu Höchstleistungen an. Der Teamspirit steht über allem. Das ist den Coaches wichtig. "Keiner bleibt bei uns auf der Strecke", sagt Grundmann. Die Spieler kommen nicht nur aus Dorsten. Auch aus Bochum und Bottrop reisen einige an, um in Dorsten Football zu spielen.

Klar ist aber auch, dass die Qualität noch nicht hoch genug ist, um eine vernünftige Rolle in einer Liga zu spielen. "Die Entwicklung der einzelnen Spieler ist zwar besser, als wir erwarten konnten, aber wir müssen noch einiges dazulernen." Gerade im Bereich der Muskelkraft und verschiedener Techniken hapert es noch an einigen Stellen.

Doch ganz ohne Spiele wollen auch die Reapers 2018 nicht auskommen. "Wenn wir nur trainieren", weiß Grundmann, "langweilen sich Spieler und Coaches irgendwann." Geplant sind Freundschaftsspiele, um die junge Mannschaft an den Wettbewerb langsam zu gewöhne.

Neben neuen Spielern suchen die Reapers auch noch andere helfende Kräfte. "Die gute Seele", wie Pech es formuliert, "wird noch gesucht." Sponsoren, die sich um verschiedene Trainingsmaterialien kümmern, aber auch Leute, die am Grill stehen und die Spieler versorgen, braucht es noch.

"Jeder, der bei diesem Projekt, egal in welcher Funktion, mitarbeiten möchte, ist herzlich willkommen, ein Teil der Reapers-Familie zu werden", bringt Grundmann es auf den Punkt.

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