Basketball

BG Dorsten erlebt ein Desaster

DORSTEN - Mit einem Sieg bei den Grevenbroicher Elefanten haben auch die kühnsten Optimisten nicht gerechnet, doch so eine deprimierende Niederlage war auch für die Pessimisten überraschend. Nach dem 47:100 war Trainer Franjo Lukenda auch restlos bedient.

1. Regionalliga West

BSG Grevenbroich - BG

100:47 (50:20)

Die personellen Voraussetzungen waren erwartungsgemäß schlecht. Mamadou Sow, Tim Gorontzi und Rene Penders waren von Beginn an nicht dabei. Zudem verletzte Gerrit Budde sich in der ersten Halbzeit und musste dann zusehen. Da half es auch nichts, dass die Dorstener eine Neuverpflichtung präsentierten. Am Freitag hat der Lette Jannis Dumbrurs zum ersten Mal mit der Mannschaft trainiert. Der 21-jährige Forward kannte die Systeme noch nicht, überzeugte aber immerhin durch seinen Kampfgeist und kam auf sieben Punkte.

Gutes erstes ViertelIm ersten Viertel haben die Dorstener gar nicht schlecht gespielt. Sie hielten sich an die Taktik des Trainers und machten das Spiel langsam. Sie suchten ihre Chancen, fanden sie und nutzten sie auch. Das 16:22 nach zehn Minuten war für Lukenda auch eine feine Sache.

Doch dann erlebte er das, was er nach dem Spiel das "Schlimmste, was ich je gesehen habe" nannte. Der Spitzenreiter erwischte ein äußerst starkes zweites Viertel, aber was die Dorstener veranstalteten, war eines Regionalligisten nicht würdig. Da konnte es auch keine Entschuldigung sein, dass Lukas Kazlauskas nach dem dritten Foul früh auf die Bank musste. Hier alle Dorstener Punkte in den den zweiten zehn Minuten: Willi Köhler traf zum 18:39 (17.) und Felipe Galvez Braatz zum 20:45 (18.).

Was Lukenda aber noch viel saurer aufstieß, war die Haltung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit: "Die Spieler haben gedacht, es ist nun sowieso egal und haben sich aufgegeben. Das ist inakzeptabel!" Das Teamspiel kam völlig zum Erliegen. Ab und zu versuchte es ein Dorstener mit einer Einzelleistung, doch im Großen und Ganzen war es eine einzige Katastrophe. Einziger kleiner Trost war, dass der junge Niclas Hürland seine viereinhalb Minuten Einsatzzeit nutzte und für seine Leistung vom Coach gelobt wurde.

Der Gesamteindruck des Abends war für Franjo Lukenda aber desaströs: "Wenn wir so weiterspielen, gehen wir ganz dunklen Zeiten entgegen." Sein erfahrener Co-Trainer Alois Buschmann hatte aber ein Rezept parat: "Zwei Tage verstecken, und dann wieder angreifen."

BG: Pelaj (5/1), Piechotta (3/1), Köhler (5), Budde (5), Ligons (11), Hürland, Kazlauskas (9), Galvez-Braatz (2), Dumbrurs (7)

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