Basketball

BG Dorsten zeigt grandiose Teamleistung

Die BG Dorsten bezwang am Donnerstag die BSG Grevenbroich nach einem furiosen Schlussviertel. Das Lukenda-Team belohnte die Zuschauer für 30 Minuten des Leidens.

Mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung hat die BG Dorsten die Grevenbroicher Elefanten bezwungen. Nach überwiegend wirren 40 Minuten feierten die Lukenda-Basketballer am Donnerstagabend einen 74:67-Erfolg.

1. Regionalliga West

BG - BSG Grevenbroich

74:67 (34:31)

Es gehörten schon stahlharte Nerven dazu, die ersten 20 Minuten dieser Begegnung über sich ergehen zu lassen. Was Franjo Lukenda hinterher als "typisches Donnerstagsspiel" bezeichnete, erwies sich als die härteste Kost, die die BG ihren Zuschauern seit langer Zeit aufgetischt hat. Ihr Spiel war gekennzeichnet von Fahrlässigkeiten, unnötigen Würfen und einer Trefferquote, die als solche kaum bezeichnet werden konnte.

In der achten Minute hatten die Gastgeber fünf Punkte auf dem Konto. Auch die nächsten 13 bis zum Viertelende konnten die Trefferquote von 18,8 Prozent nicht wesentlich aufhübschen. Grevenbroich war aber auch nicht besser, zumal die Dorstener Defense, und da vor allem Gerrit Budde, eine sehr gute Arbeit leistete. So führte die BG 18:14 und nach einem ähnlich zerfahrenen zweiten Viertel lag Dorsten immer noch mit 34:31 vorne.

Auch im dritten Abschnitt tat sich auf der Anzeigetafel herzlich wenig. Allerdings sorgte der Ex-Dorstener Nino Janoschek, mit 22 Punkten Top-Scorer der Gäste, dafür, dass die Elefanten in der 22. Minute zwischenzeitlich mit 35:34 führten. Am Ende des Viertels lag aber die BG Dorsten mit 48:47 vorn. Ein Spielstand, den es nicht selten schon zur Pause gibt.

Im Schlussabschnitt wurden die Zuschauer aber fürs Ausharren belohnt, denn nun war richtig Pfeffer im Spiel. Nach drei Minuten schien beim 51:57 das Spiel zugunsten der Gäste gekippt zu sein. Vor Jahresfrist hätte sich die BG wohl nicht mehr davon erholt, doch nun zeigte sich die erfolgreiche Arbeit Lukendas in Sachen Teamgeist.

Ljuben Paskov verkürzte auf 54:58. Es folgte eine äußerst unschöne Szene, in der David Markert dem am Boden liegenden Michael Nwabuzor einen Tritt verpasste. Er konnte von Glück sagen, dass er nur ein unsportliches Foul bekam. Die beiden Freiwürfe verwandelte der Amerikaner zum 56:58. Beim anschließenden Angriff hatte die BG eine Sekunde vor Ablauf der Uhr einen Einwurf. Nderim Pelaj bekam den Ball und versenkte ihn zum 59:58. Mit vier weiteren Punkten zum 63:58 hatte Dorsten eine 12:0-Serie hingelegt und war nun wieder im Vorteil.

Spannend bis zum Schluss

Es sollte aber spannend bleiben, denn mit Janoscheks Korbleger zum 69:67 (40.) war wieder alles möglich. Pelaj antwortete mit dem 71:67 und erhöhte 14 Sekunden vor dem Ende per Freiwurf zum 72:67. Mike Nwabuzor, mit 24 Punkten bester BG-Scorer, gelang mit einem tollen Dunk zum 74:67 vier Sekunden vor dem Ende der spektakuläre Schlussakkord.

Franjo Lukenda war stolz auf sein Team: "Das war ein Sieg der gesamten Mannschaft. Das Team hat immer an sich geglaubt und als Einheit gewonnen."

BG: Nwabuzor (24/2), Pelaj (17/3), Penders (7), Paskov (12), Altekruse (2), Köhler (4), Budde, Hohmann (o.E.), Bakoa (6), Peters, Voca (2).

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