Basketball

Löwen nutzen BG-Fehler aus

DORSTEN - Die BG Dorsten hat das Vest-Derby gegen die Hertener Löwen mit 74:88 verloren. Das hatte nicht zuletzt etwas mit der mangelnden individuellen Klasse zu tun.

Dorstens Trainer Franjo Lukenda war nach der Niederlage gegen den TuS Herten äußerst verstimmt. Seine Mannschaft hat gegen Herten zwar viel richtig, aber auch sehr viel falsch gemacht.

1. Regionalliga West

BG - Hertener Löwen

74:88 (40:43)

Nach vier Minuten lagen die Dorstener mit 3:15 hinten. Statt hochmotiviert in die Parte zu gehen, präsentierte sich die BG in der Anfangsphase als lahmer Haufen. Vom angekündigten Tempospiel war wenig zu sehen. Herten spielte eine Art Pressdeckung, die es den Gastgebern schwer machte, das Spiel überhaupt aufzubauen.

Die Löwen waren meist einen Schritt schneller und hatten bei ihren Würfen viel zu viel Platz. Das nutzten sie aus, während lediglich Marcus Ligons einen Dreier setzte. Hinzu kam, dass Nderim Pelajs Wadenverletzung wieder aufbrach und er nach zwei Minuten aus dem Spiel musste. Felipe Galvez-Braatz trug so die schwere Last des Aufbaus und musste knapp 32 Minuten auf dem Feld stehen. Der 17-Jährige hatte viele gute Aktionen gegen große und schwere Spieler wie Atanas Penev oder Felix Neumann. In den Zweikämpfen war er aber physisch chancenlos.

Lukenda wurde lautIn der Auszeit wurde Franjo Lukenda richzig laut: "Es ist schon traurig, dass ich ausrasten muss, damit die Jungs kapieren, worum es hier überhaupt geht." Verstanden haben sie es dann aber doch. Nun hielten die Dorstener endlich dagegen. Der Platz unter dem Korb war kein uneingeschränktes Hertener Hoheitsgebiet mehr und auch das Dorstener Angriffsspiel wurde flexibler und schneller.

Zwar lag die BG Dorsten noch nach dem ersten Viertel 15:25 hinten, zeigte dann aber das beste Viertel des Spiels. Die Hausherren zwangen die Gäste zu Fehlern und trafen selbst ausgesprochen gut. In der 14. Minute brachte Gerrit Budde mit zwei Freiwürfen die BG zum ersten Mal in Führung (31:30). Lukas Kazlauskas erhöhte mit einem Dreier sogar auf 39:34. Durch die nun wieder erfolgende Hertener Manndeckung kam es zu unnötigen Ballverlusten, die den Löwen die 43:40-Pausenführung ermöglichte. Das sollte ein böses Omen für die zweite Halbzeit sein.

Diese begann nämlich genau so wie die erste, und die BG brauchte drei Minuten für die ersten Punkte durch zwei Ligons Freiwürfe zum 42:51.

Anders als in der ersten Halbzeit gelang den Dorstenern aber nun kein Comeback mehr. Das lag nicht am fehlenden Spielplan, sondern meist an persönlichen Fehlern. Besonders die vergebenen Korbleger waren dem Trainer ein dicker Dorn im Auge: "Wir spielen hier in der 1. Regionalliga. Da muss man von einem Spieler erwarten, dass er den Ball reinmacht."

Die BG lag nach 30 Minuten zwar nur 57:63 hinten, hätte aufgrund der Chancen aber auch führen können. Das setzte sich im Schlussviertel weiter fort. Dieses war nun deutlich hitziger und von einem körperlosen Spiel konnte nicht mehr die Rede sein. Der Ex-Dorstener Faton Jetullahi bekam nach einer Rangelei sogar ein Technisches Foul.

So erfahrene Spieler wie Jetullahi lassen sich durch so etwas aber nicht aus der Ruhe bringen und sein Dreier zum 59:72 (34.) war so etwas wie eine Vorentscheidung, da er dem Wiederaufbäumen der BG Dorsten ein jähes Ende setzte. Herten brachte den Vorsprung sicher nach Hause. Dorsten musste aber nun endgültig erkennen, dass die Mannschaft in dieser Saison nicht in der Lage ist, den Top-Teams ein Bein zu stellen.

BG: Gorontzi, Pelaj, Penders (4), Sow (3/1), Piechotta (3/1), Köhler (2), Budde (6), Ligons (19/3), Hürland, Kazlauskas (26/2), Galvez-Braatz (11/2).

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