Basketball

BSV Wulfen wird von den Fans zum Sieg geführt

Der BSV Wulfen zeigte gegen die Paderborn Baskets II einen seiner wurfschwächsten Auftritte der gesamten Saison. In letzter Sekunde rettete sich Wulfen aber in die Verlängerung.

Wer ein Beispiel sehen wollte, wie Fans ihr Team zum Sieg tragen können, musste sich nur das Basketballduell in der 2. Regionalliga zwischen dem BSV Wulfen und den Paderborn Baskets II anschauen.

2. Regionalliga 2

BSV - Paderborn Baskets II

90:80 (71:71, 30:38)

Dem BSV ? bis dahin ungeschlagener Tabellenführer ? gelangen im ersten Viertel gerade einmal neun Punkte. Die beste Quote zur Halbzeit an getroffenen Würfen hatte Wulfens Amerikaner Bryant Allen mit 50 Prozent. Stefen Piechotta dagegen lag bei 25 Prozent, Patrick Paschke bei 20 Prozent, Marcel Gorontzi traf knapp 17 Prozent seiner Würfe und Kreshnik Gashi gar nur 12, 5 Prozent.

Langweilige Statistik? Mitnichten. Der BSV führt die Tabelle auch deshalb an, weil er überdurchschnittlich häufig trifft. Das weiß auch Trainer Predrag Radanovic. "Das sollte nicht die Regel werden", sagte der Wulfener Trainer nach dem Abpfiff.

Enttäuscht oder gar wütend klang er aber nicht. Warum hätte er auch sollen? Trotz der miserablen Wurfquoten gewann sein Team das Spiel? und wie. Nach einem Sieg sah es bis sechs Sekunden vor dem Ende nicht aus.

Zwischenzeitlich lagen die Wulfener mit 19 Punkten hinten. Sieben Minuten vor dem Ende betrug der Rückstand immer noch 14 Zähler. Ungefähr zeitgleich musste aber Ole Wendt, der ehemalige Bundesliga-Spieler im Kader der Gäste, mit seinem fünften Foul raus. Der Beginn der Aufholjagd des BSV.

Und zugleich der Beginn eines Supports, der an alte Zeiten in der Gesamtschulhalle erinnerte. Immer lauter feuerten die Wulfener Fans ihr Team an, die Zuschauer hielt es nicht länger auf ihren Sitzen. Vier Minuten vor dem Ende waren es aber immer noch elf Punkte Rückstand. Nach einer Auszeit der Paderborner kam Wulfen bis auf drei Punkte bei noch 120 zu spielenden Sekunden heran. Doch Paderborn schlug zurück: Dreier zum 64:70 aus Wulfener Sicht 80 Sekunden vor dem Ende.

Wulfen ließ nicht locker. Marcel Gorontzi traf einen seiner zwei Dreier zur passenden Zeit zum 67:70. Nach jeweils einem weiteren getroffenen Freiwurf auf beiden Seiten foulte Torben Vadder zwölf Sekunden vor dem Ende. Doch Paderborn flatterten an der Freiwurflinie die Nerven.

Bryant Allen schnappte sich bei noch sechs Sekunden den Ball, dribbelte von hinten bis an die Dreipunktelinie ? und traf zum 71:71-Ausgleich.

In der Verlängerung hatte Wulfen endgültig das Momentum auf seiner Seite. Mit 19:9 entschied der Tabellenführer die Extrazeit für sich. Und bleibt somit auch im elften Saisonspiel ungeschlagen.

"Der Sieg zeigt unsere Courage", sagte Trainer Radanovic. "Wer solche Spiele gewinnt, ist für die Rückrunde gewappnet." Wer weitergeht, würde sagen: Wer solche Spiele gewinnt, der steigt auch auf.

BSV: Paschke (6), Wimck (6; 12Reb.), Gorontzi (20/2; 10), Allen (33/5), Gashi (7/2), Juskovic, Lensing (4), Vadder (6), Van Buer (2), Piechotta (6)

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