Dart

Die Faszination steigt auch in Rhade

Rhade - Bereits zum vierten Mal suchte die Gaststätte Zur alten Mühle Rhades-Steeldarts-Meister. Dafür wurde sogar umgebaut.

Mehr als zwei Millionen Zuschauer sahen am ersten Januar das Finale der Weltmeisterschaft im Darts auf Sport1, mehr als eine Million die "Promi-Darts-WM" auf ProSieben. Darts gewinnt immer mehr Fans und ist die Trendsportart der vergangenen Wochen. Freunde und Kollegen treffen sich, um gemeinsam Spiele zu schauen und um selber zu spielen.

Der Präzisionssport fasziniert. Wie es die Profis schaffen, die Pfeile aus 2,37 Metern so präzise in die nur Millimeter großen Felder zu werfen, fesselt die Fans. Darts lässt die Leute staunen.

Auch Rhade hat das Darts-Fieber erfasst. Bereits zum vierten Mal verwandelte sich die Gaststätte "Zur alten Mühle" in den Dorstener "Ally Pally", in Anlehnung an den Alexandra Palace in London, dem Austragungsort der Darts-WM. Gastwirt Stefan Finke erzählt, wie es Ende 2016 zum ersten Turnier kam: "Einige Gäste saßen bei uns und wollten die Darts-WM im Fernseher schauen, also hab ich sie angemacht." Ein paar Tage später hing eine Scheibe neben der Tür. "Ich wollte sehen, was passiert." Es dauerte nicht lange, da standen die ersten Gäste an der Scheibe und warfen Pfeil um Pfeil.

Leonard Reska und seine Freunde standen vor dem Darts-Bord und fragten bei Finke nach, ob sie nicht ein Turnier in der Gaststätte organisieren könnten. Der Wirt dachte nicht lange darüber nach und sagte zu. Alsbald hatten sich 30 verrückte Darts-Fans versammelt und ermittelten in geselliger Runde den Rhader-Steeldarts-Meister.

Turnier in PlanungGespielt wurde auf zwei Scheiben. Zu wenig. "Der Platz war viel zu eng", befand Finke. Die Trennwand zwischen zwei Räumen wurde mittlerweile rausgenommen und eine dritte Scheibe aufgebaut. So auch beim vierten Turnier vergangenen Samstag. Auch diesmal waren rund 30 Spieler anwesend.

Die Teilnehmer kennen sich. Wer einmal dabei war, kommt wieder. "Hier treffen wir immer ein gutes Publikum", sagt der Dorstener Mark Freitag. Zusammen mit einem Freund nimmt er bereits zum dritten Mal teil. "Keiner ist grantig, alle sind gut drauf. Wir freuen uns einfach, bei guter Stimmung und Bewirtung zu spielen", erklärt er das Erfolgsgeheimnis des Rhader-Steeldarts-Masters.

Das Niveau ist seit dem ersten Turnier stetig gestiegen. Einigen Spielern gelang es sogar, mit drei Pfeilen die Höchstpunktzahl zu erzielen. "One-hundred-and-eighty", riefen die Teilnehmer in die Gaststätte, wenn ein Spieler drei Mal hintereinander die dreifache 20 traf.

Mitorganisator Reska ist sich sicher, dass Qualität, aber auch Quantität der Teilnehmer mit den kommenden Turnieren weiter zunehmen wird. Noch in diesem Jahr soll auch das fünfte Rhader-Steeldarts-Masters stattfinden. "Darts ist im Aufkommen. Die Faszination steigt", sagt er, "Rhade macht mit."

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