Fußball

Altendorf ist erstmals A-Kreisligist

ALTENDORF-ULFKOTTE - Der SV Altendorf-Ulfkotte hat das Relegationsfinale gegen RW Erkenschwick mit 1:0 gewonnen und steigt damit erstmals in der Vereinsgeschichte in die A-Kreisliga auf.

Schon in der Anfangsphase, in der sich beide Teams vor ca. 300 Zuschauern in die Partie hineintasteten, konnte man die taktische Marschroute beider Finalisten erkennen. Die Altendorfer standen, auf Sicherheit bedacht, gegen die in der Meisterschaft so torhungrigen Erkenschwicker erst einmal etwas tiefer, um sich bei Ballbesitz mit einem kontrollierten Spielaufbau langsam in Richtung gegnerisches Tor vorzuarbeiten. Der Gegner dagegen versuchte bei Ballgewinn die Kreuz-Elf mit Tempogegenstößen über ihre schnellen Offensivkräfte zu übertölpeln. Vor den Toren passierte im ersten Durchgang letztlich aber recht wenig. Während in der 12. Minute ein Erkenschwicker Schuss aus ca. acht Metern ans Aussennetz klatschte, nach kurzer Trinkpause (25.) in der 28. Minute ein weiterer Schuss nur knapp am Altendorfer Gehäuse vorbeisegelte und nochmals nur eine Minute später ein Erkenschwicker Angreifer aus kurzer Distanz an Altendorfs starkem Schlussmann Martin Müller scheiterte, waren auf der Gegenseite nennenswerte Chancen praktisch nicht vorhanden. Bis in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs ein gegnerischer Verteidiger Christian Konstanczak im Bereich der Strafraumgrenze ungeschickt festhielt, sodass dem guten Schiedsrichter Dieter Schewe nichts anderes übrig blieb, als das Foulspiel zu bestrafen. Während der Altendorfer Anhang lautstark auf Strafstoß plädierte, entschied Schewe auf Freistoß. Diesen zimmerte Justin Heidel dann traumhaft zur 1:0-Führung in den rechten Torwinkel, was die Rufe nach einem Elfmeter im Lager der Altendorfer dann natürlich verstummen ließ.

Kurz nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit fing Konstanczak einen Ball ab und hätte mit seinem 40-Meter-Schuss über Erkenschwicks Tormann Mark Horst hinweg beinahe das 2:0 erzielt, doch flog das Runde auch über das Eckige.

Drei Minuten später legte wiederum Konstanczak per Hacke auf Nico Kulms zurück, der den Ball jedoch knapp am Tor vorbeischlenzte. Zur Mitte des zweiten Durchgangs musste Schiri Schewe Erkenschwick-Trainer Andreas Albersmann kurz an seine Coaching-Zone erinnern, hatte ansonsten mit der insgesamt fairen Partie aber keinerlei Probleme. In der Folge erhöhten die zurückliegenden Erkenschwicker die Schlagzahl, blieben in ihren Angriffsbemühungen aber immer wieder an der gut sortierten Altendorfer Abwehr hängen. Auf der Gegenseite eröffneten sich den Mannen von Trainer Thomas Kreuz und Co-Trainer Dirk Grünheid eine Reihe von Kontergelegenheiten über Florian Berning (52.), Kulms (83.), Konstanczak (86.), Martin Hoffmann (88.) oder den eingewechselten Luis Bussmann (91.), die jedoch allesamt erfolglos verpufften.

Egal, denn letztlich reichte Heidels Lucky-Punch Dorstens südlichstem Fußballvertreter zum knappen 1:0-Sieg, den Mannschaft, Trainer, Betreuer und Anhang danach zurecht auch ausgiebig feierten.

Den Aufstieg konnten die Altendorfer allerdings erst am Sonntag bejubeln. Denn erst musste noch der SC Reken das Duell um den Bezirksliga-Aufstieg gegen den VfB Kirchhellen gewinnen, damit in der A-Liga auch ein Platz frei wurde. Der Platz für den SV Altendorf.

Altendorf: Müller, Tünte, Hoffmann, Kersting, Konstanczak (88. L. Bussmann), Berning, Heß (90.+4 Schiller), Schneider, N. Kulms, Heidel (46. F. Kulms),

Hilz.

Tore: 1:0 (45.+1, Heidel).

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