Fußball

Für Dörthe Hoppius geht die Reise weiter

Dorsten - Seit 2014 spielt die Dorstenerin Dörthe Hoppius für eine Universität in den USA. Nun steht sie vor einer richtungsweisenden Entscheidung.

Es ist jetzt fast ein Jahr her, seitdem ich mich das letzte Mal aus den USA gemeldet habe", sagt die Fußballerin Dörthe Hoppius. Ein schlechtes Zeichen sei das aber nicht, erklärt die 21-jährige Dorstenerin, die seit 2014 mit einem Sportstudium an der San José State University in San Francisco (USA) studiert und kickt. Sie hätte einfach viel tun gehabt, außerdem habe sich nicht viel geändert. Jetzt allerdings steht sie vor einer richtungsweisenden Entscheidung.

Ihre letzte Saison, in der sie als Kapitänin für das Fresno-Freeze-Team - einem semiprofessionellen Fußballteam in den USA - auflief, "hatte leider ein bitteres Ende", sagt Hoppius. Und das, obwohl sie mit ihrer Mannschaft die Meisterschaft gewinnen konnte - dies hatte bisher noch kein Team in San José geschafft. "Leider bedeutet das nicht viel, weil wir trotzdem noch das Championship-Turnier gewinnen mussten, um uns für die nationalen Titelkämpfe zu qualifizieren", erklärt Hoppius. Gegner im Halbfinale war New Mexico. Konnte Hoppius mit ihrem Team das Aufeinandertreffen in der regulären Saison noch gewinnen, "haben wir das Halbfinale im Elfmeterschießen knapp verloren", sagt die 21-Jährige. Zu dem Zeitpunkt glaubte sie: "Das war es dann auch - mein letztes Spiel für San José. Einfach so, ganz schnell. Ich konnte es nicht fassen, da eigentlich alle damit gerechnet hatten, dass wir dieses Turnier auch gewinnen."

Doch spontan, so sagt sie, hätten sie uns das Team noch eine Chance bekommen: "Wir wurden nach Mississippi eingeladen." Bei einem Sieg gegen das dort ansässige Team wären Hoppius und Co. im Rankig so weit nach oben geklettert, dass es doch noch für die nationalen Titelkämpfe gereicht hätte. "Doch auch hier waren wir vom Pech verfolgt, gezwungener Maße mit einer Feldspielerin im Tor, waren wir noch nicht ganz wach und bekamen in der zweiten Minute das eine entscheidende Gegentor. Dass wir die Mannschaft die restlichen 88 Minuten vorgeführt hatten, interessierte hinterher keinen mehr", erzählt sie. Mit dieser Niederlage war ihre Karriere an der Universität vorbei, "allerdings mit einem besseren Gefühl, durch die gute Mannschaftsleistung", sagt die Dorstenerin.

Spannende WinterferienIn den Wochen danach habe sie die Uni mit guten Noten abgeschlossen, läuft alles nach Plan, "darf ich im Mai meine schwarze Kappe in die Luft schmeißen und mit meinem Bachelor of Criminal Justice nach Hause fliegen", sagt Hoppius. Oder aber auch nicht.

Denn in den Winterferien meldete sie sich zum College Draft an: Dort haben die Spielerinnen die Möglichkeit, von einem amerikanischen Team unter Vertrag genommen zu werden. Auch wenn das nicht geklappt habe, "war der College Draft jedoch nicht umsonst, da so andere Vereinen auf mich aufmerksam wurden und mich kontaktierten", sagt die Dorstenerin. Nun müsse sie sich entschieden, wohin es gehen soll: In die deutsche Bundesliga, nach Norwegen, in die Niederlande oder nach Zypern. Der 21-Jährigen ist klar: "Meine Karriere ist hier noch nicht zu Ende."

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