Fußball

RW Dorsten II steht vor einer unsicheren Zukunft - mit Folgen für die erste Mannschaft

Dorsten - Die Reserve von RW Dorsten droht auseinanderzufallen. "Wir wollen es dennoch versuchen", sagt Udo Kehren, Trainer der ersten Mannschaft.

Keine drei Monate ist es her, da lagen sich die Spieler der Reserve von RW Dorsten in den Armen. Sie feierten den ersehnten Aufstieg in die Kreisliga B. Noch ein Jahr zuvor scheiterte Dorsten II erst am letzten Spieltag. Mittlerweile hat sich die Lage am Jahnsportplatz aber geändert: Die Reserve steht vor einer unsicheren Zukunft ? mit Folgen für die erste Mannschaft in der A-Kreisliga.

"Ich weiß nicht, warum die plötzlich alle keine Lust mehr auf Fußball haben", sagt Udo Kehren, Trainer der ersten Mannschaft. "Die ganze Seniorenabteilung leidet darunter." Viele Spieler kündigten schon vor Saisonende an, nach der Saison aufhöhren zu wollen. Der Aufstiegstrainer Ralf Groß wollte sich um Ersatz kümmern, am Ende stand nicht einmal ein Vorbereitungsplan.

"Wir standen vor einem Trümmerhaufen", sagt Klaus Gäde, der die zweite Mannschaft nun betreut. Gerade in der Urlaubszeit sei es schwierig, Spieler zu finden. "Danach wird es vielleicht besser. Aber wenn der Start nicht funktioniert und die Köpfe hängen bleiben, sieht die Sache vielleicht ganz anders aus", hat Gäde Sorge. Vor dieser Situation haben sie am Jahnsportplatz Angst ? dass noch mehr Spieler aufhören.

Aus der ersten Mannschaft kann kaum Hilfe erwartet werden kann. Auch Kehren plagen Personalsorgen. Sebastian Gredelj und Ajvaz Ilazi kehren erst Ende September in den Kader zurück, Igor Gajewski in 14 Tagen. "Das sind wichtige Spieler, die wir brauchen", sagt Kehren. Gerade einmal 14 Spieler und ein Ersatztorwart stehen ihm für das erste Saisonspiel gegen ETuS Haltern am Sonntag zur Verfügung.

Drei Spieler helfen bei der Reserve aus, die ebenfalls beim ETuS antritt. Darunter Kehrens Ersatztorwart ? als Feldspieler. "Wir helfen, wie wir können. Aber länger als eine Halbzeit kann ich die Feldspieler auch nicht spielen lassen", sagt Kehren. Damit kann Dorstens Reserve das Spiel mit elf Spielern beenden. Zehn eigene Spieler kann Gäde stellen.

Rückzug?Im Training trainieren beide Teams derzeit zusammen. "Mit acht, neun Spielern zu trainieren, bringt nichts", sagt Gäde. "Momentan sind wir eher eine große Seniorenabteilung als zwei Mannschaften", erklärt der Betreuer der Zweitvertetung.

Wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt, ist kaum abzusehen. Auch ein Rückzug der Reserve wurde schon diskutiert. Doch da sind sich alle einige. "Das wollen wir auf keinen Fall", sagen Kehren und Gäde gemeinsam. Vielmehr hoffen sie darauf, dass sich die personelle Situation entspannt.

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