Fußball: Hallenstadtmeisterschaft

Der SV Schermbeck ist Stadtmeister

DORSTEN - Im vergangenen Jahr hatte die Endrunde der Dorstener Hallenstadtmeisterschaft ohne den SV Schermbeck stattgefunden. Diese Scharte wollten Trainer Thomas Falkowski und sein Team diesmal auswetzen. Dazu griffen sie zu einer wirkungsvollen Taktik.

Von Andreas LeistnerDer SV Schermbeck hat die Vorgabe seines Trainers Thomas Falkowski umgesetzt und die Schmach des Vorjahres mit dem Gewinn des Stadtmeistertitels getilgt. Nachdem sie im vergangenen Jahr bereits in der Vorrunde ausgeschieden waren, ließen die Schermbecker der Konkurrenz diesmal keine Chance und setzten sich mit einem 5:0-Finalsieg gegen den SV Dorsten-Hardt erstmals seit 2011 wieder die Dorstener Stadtmeisterkrone in der Halle auf.

Das lag vor allem daran, dass die Konkurrenz der Schermbecker Taktik mit einem "fliegenden" Torwart und der daraus resultierenden Überzahl nichts Entscheidendes entgegen zu setzen hatte.

Im Halbfinale versuchte es Grün-Weiß Barkenberg mit einem vorgezogenen Verteidiger, der wie bei einem Unterzahlspiel die Schermbecker Distanzschüsse aus dem Rückraum verhindern sollte. Das war natürlich ein kraftraubender Job und alle Fernschüsse waren auch so nicht zu verhindern. Nachdem Kujtim Arifaj den Außenseiter schon nach zehn Sekunden 1:0 in Führung gebracht hatte, antwortete Marek Klimczok schon in der zweiten Minute aus der Distanz zum 1:1.

Barkenberg ließ sich anschließend auch vom 1:2 durch Benedikt Helling (8.) und dem 1:3 durch ein Eigentor von Arjan Arifaj (9.) aus dem Konzept bringen. Kujtim Arifaj brachte sein Team wieder ran (12.) und das Schermbecker 4:2 durch Evans Ankomah-Kissi (14.) beantwortete Dennis Schröder mit dem 4:3 (15.). Doch dann traf Patrick Rudolph zum 5:3 (17.), und Arjan Arifaj sah wegen Nachtretens Rot. Wegen Schiedsrichterbeleidigung darf er sich auf weiteres Ungemach gefasst machen. Schließlich erhöhte Dorian Weber in der fälligen Überzahl auf 6:3 (19.). Barkenbergs Widerstand war gebrochen und Schermbeck stand im Finale.

Dort gab es ein Wiedersehen mit Gruppengegner SV Dorsten-Hardt, denn die Hardter hatten sich im anderen Halbfinale nach Neunmeterschießen mit 2:0 gegen den BVH Dorsten durchgesetzt. Nach den 20 regulären Minuten hatte es erstaunlicherweise 0:0 gestanden und man fragte sich, ob die Konzentration beider Teams gestiegen war oder die Kraft nachgelassen hatte. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware, allerdings hätten die Hardter eigentlich zwei Tore machen müssen. Doch einmal traf Dominik Königshausen nur den Kopf des auf der Linie stehenden Patrick Floß und beim zweiten Mal jubelte der Hardter Fanblock bereits, als Leon Einhaus fünf Meter vor dem Tor abzog, doch auch er traf nur den Pfosten.

So ging es zur Neunmeterlinie und hier holten Königshausen und Daniel Hennebach das Treffen für die Hardter nach, während die BVH-Schützen Patrick Floß und Marcel Schwandt beide am Hardter Keeper Till Hohenhinnebusch scheiterten.

Besser machten es die Holsterhausener im Spiel um Platz drei gegen Barkenberg, das auf Wunsch beider Teams ebenfalls im Neunmeterschießen entschieden wurde. Akif Aygün traf zwar nur den Pfosten, doch Ilkay Kara und Pascal Gabmaier machten den 2:0-Sieg des BVH perfekt, weil die Barkenberger Agron Shpatollaj und Kujtim Arifaj beide vergaben.

Im Endspiel leistete der SV Hardt dem SV Schermbeck dann deutlich mehr Widerstand als noch im Gruppenspiel. Dominik Milaszewski gelang zwar nach vier Minuten auf Zuspiel von Dennis Grdozik die 1:0-Führung für den SVS, doch danach hielten die Hardter ihren Kasten trotz Schermbecker Dominanz zehn Minuten lang sauber.

Das Hardter Problem lag allerdings in der Offensive. Unter dem frühen Pressing der Schermbecker kam der Landesligist viel zu selten zu einem überlegten Aufbau seiner Angriffe und ließ sich bei seinen seltenen Ballgewinnen viel zu viel Zeit, um das verwaiste Schermbecker Tor einmal in Gefahr zu bringen. So verging das Finale praktisch ohne echte Hardter Torchance und die weiteren SVS-Treffer waren nur noch eine Frage der Zeit. Marek Klimczok (14.), noch zweimal Milaszewski (17., 18.) sowie Evans Ankomah-Kissi (20.) machten den Sieg standesgemäß.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Helfer in der Not -  Schiedsrichter kümmert sich um verletzte Spieler
Helfer in der Not -  Schiedsrichter kümmert sich um verletzte Spieler
Gibt's den vierten Kreuzbandriss  bei BWW Langenbochum?
Gibt's den vierten Kreuzbandriss  bei BWW Langenbochum?
Drei Punkte fürs Selbstvertrauen - SW Röllinghausen feiert  glücklichen Derbysieg
Drei Punkte fürs Selbstvertrauen - SW Röllinghausen feiert  glücklichen Derbysieg
Prozess um Rapper-Schießerei in Oer-Erkenschwick wird neu aufgerollt - aus diesem Grund
Prozess um Rapper-Schießerei in Oer-Erkenschwick wird neu aufgerollt - aus diesem Grund
Rote Ampeln überfahren und Unfall gebaut -  Fahranfänger rast Polizei davon
Rote Ampeln überfahren und Unfall gebaut -  Fahranfänger rast Polizei davon

Kommentare