Fußball-Kreispokal

Barkenberg schenkt SuS Hervest fünf Tore ein - Schermbeck quält sich in Runde drei

Der B-Ligist GW Barkenberg hat den A-Ligisten SuS Hervest aus dem Kreispokal geworfen. Das Spiel war bestimmt von zwei schwachen Abwehrreihen. Der Oberligist SV Schermbeck setzte sich gegen den VfL Ramsdorf durch und der SV Hardt gewann gegen Adler Weseke.

Die Anzahl der Torchancen in diesem Lokalderby waren kaum noch nachzuhalten. Beide Abwehrreihen offenbarten Lücken. Auch ein 9:8 lag durchaus im Bereich des Möglichen. Die Barkenberger Abwehr war schon nicht immer sattelfest, doch was die Hervester am Donnerstagabend defensiv zeigten, hatte mit Verteidigung nur herzlich wenig zu tun.

Kreispokal, 2. Runde

GW Barkenberg - SuS

5:2 (1:1)

Die frühe Barkenberger Führung war exemplarisch für das gesamte Spiel: Die Hervester schoben sich zwei Minuten lang behäbig den Ball in der eigenen Hälfte zu. Der erste zaghafte Versuch, das Spiel zu eröffnen, landete gleich bei den Grün-Weißen. Michel Nolteklocke flankte den Ball in den Strafraum, und Arjan Arifaj köpfte zum 1:0 ein (2.). Während die Hervester ziemlich ideenlos auftraten, versuchten die Hausherren immer wieder das Spiel in die Breite zu ziehen, passten sich dann aber den Gästen an. Diese kamen durch einen schönen Volleyschuss Jens Rabes nach einer Ecke zum Ausgleich (20.).

Albinat Packolli prüfte in der 52. Minute den Torwart, der den Ball abprallen ließ. Die SuS-Verteidiger machten aber keine Anstalten, den Ball zu sichern, sodass Arifaj das 2:1 erzielen konnte (53.).

Nach einem Foul an Arifaj verwandelte Packoli den Strafstoß zum 3:1 (55.). Beim Gegenangriff holte GW-Keeper Dominik Hannemann den schnellen Marian Korpanieck von den Füßen, und Jens Rabe verkürzte vom Punkt zum 3:2 (56.).

In den folgenden Minuten hätte Hervest mehrmals ausgleichen können, aber auch Barkenberg hatte gute Chancen. Dem 4:2 durch Albinat Packolli ging wieder ein grober Fehlpass der Hervester im Spielaufbau voraus. Doch damit war das Spiel noch keineswegs entschieden, denn Tormöglichkeiten gab es weiterhin auf beiden Seiten genug.

So hatte Michel Joswig die Riesenmöglichkeit zum 4:3, schoss den Ball aber freistehend in die Arme Hannemanns. Postwendend fiel dann auch schon die Entscheidung. Albinat Packoli wurde schön freigespielt und ließ SuS-Keeper Florian Kalinowski keine Chance.

So hatte sich Thomas Falkowski das Spiel beim A-Ligisten VfL Ramsdorf nicht vorgestellt. Der SVS gewann zwar 4:1, hat aber nicht überzeugt.

VfL Ramsdorf - SVS

1:4 (0:0)

"Die erste Halbzeit war richtig schlecht. Wir waren zu langsam, zu pomadig und auch zu arrogant." Die einzige Möglichkeit hatte sogar der VfL Ramsdorf. So musste er in der Pause anders als geplant wechseln. Statt jungen Spielern brachte der Coach gestandene Oberliga-Spieler, die dem Spiel zwar mehr, aber immer noch nicht besonders viel Qualität verliehen.

Dominik Milaszewski erzielte nach einer Ecke die Schermbecker Führung (57.). Sechs Minuten später kam der A-Ligist aber zum Ausgleich, als Tim Krückemeier sich mit einem Heber überlisten ließ. Erst in den letzten 20 Minuten brachten die Gäste die Partie in trockene Tücher.

Marc Schröter holte für sein Team die Kastanien aus dem Feuer. Die Vorarbeit zum 2:1 und auch zum 3:1 leistete Patrick Rudolph (71., 76.). In der 79. Minute ließ der Ramsdorfer Keeper einen Milaszewski-Schuss abprallen und Schröter staubte zum 4:1 ab. Falkowski sagte: "Wir haben verdient gewonnen. Ramsdorf hatte aber drei hundertprozentige Chancen, das sollte uns zu denken geben."

Schwer taten sich die Landesliga-Fußballer des SV Dorsten-Hardt beim klassentieferen Bezirksligisten Adler Weseke in der zweiten Kreis-Pokalrunde und stellten erst in einer starken zweiten Halbzeit die Weichen auf Sieg.

Adler Weseke - SV Hardt

2:4 (1:1)

Der Hardter Trainer Marc Wischerhoff fasste nach dem Spiel beim erwartet schweren Gegner zusammen: "Aufgrund der Vielzahl der Chancen in der zweiten Halbzeit haben wir verdient gewonnen." Mit einem Distanzschuss aus 40 Metern brachte Mike Börsting die Platzherren mit 1:0 in Führung, der Hardter Keeper Till Hohenhinnebusch stand zu weit vor seinem Tor (17.). Nur zwei Minuten später nutzte Johannes Liesenklas einen schlechten Weseker Abwehrversuch, um aus kurzer Distanz zum 1:1 auszugleichen, dabei blieb es bis zur Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel brachte Dominik Königshausen die Hardter Gäste mit 2:1 in Front (53.), die aber den 2:2 Ausgleich durch Stefan Radefeld hinnehmen mussten (75.). Weiter hatten jedoch die Hardter die meisten Chancen, von denen zunächst Liesenklas eine zur 3:2-Führung nutzen konnte (81.). Und den Deckel drauf machte dann der starke Daniel Moritz mit seinem Treffer zum 4:2-Endstand aus Hardter Sicht (90.+3).

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