Fußball

Rot-Weiß Deuten überrascht zu kurz

Deuten - Ein Systemwechsel stellte RW Deutens Gäste, die TSG Dülmen, in den ersten Minuten vor Probleme. Danach entwickelte sich ein offenes Spiel mit wenigen Torraumszenen.

Im ersten Spitzenspiel der Saison reichte es für die Bezirksliga-Fußballer RW Deutens gegen die TSG Dülmen nur zu einem 1:1-Unentschieden. Zufrieden wirkte Deutens Trainer Frank Frye nach der Partie nicht.

Bezirksliga 11

RW Deuten - TSG Dülmen

1:1 (1:1)

"Wir hatten vielleicht die klareren Torsituationen, aber die Anzahl war zu niedrig", fasste Deutens Trainer Frank Frye nach dem Abpfiff zusammen. Eine große Gelegenheit durch Kevin Vengels, eine durch Kieron Ihnen und nach der Pause eine durch Nils Falkenstein. Viel mehr gefährliche Torraumszenen boten die Deutener nicht. Außer einer: In der 37. Minute traf Falkenstein per Kopf nach einer Flanke von der linken Seite. Lange Bestand hatte die Führung aber nicht. Nur wenige Sekunden nach dem 1:0 glich Alexander Kock zum 1:1-Ausgleich aus.

Frye überrascht

Keine der beiden Mannschaften schaffte es, Dominanz auszustrahlen. Dülmen hatte zu Beginn der Partie ein paar Probleme mit dem neuen Deutener System. Frank Frye überraschte die Gäste, indem er von seiner 4-1-4-1-Grundordnung abwich und seine Spieler stattdessen in einem 4-3-1-2-System auf den Platz schickte. "Mit der Raute im Mittelfeld wollten wir eine höhere Kompaktheit im Zentrum", erklärte Frye.

Das gelang über einige Strecken der Partie auch. Nachdem sich die Gäste aber auf den Systemwechsel eingestellt hatten, war der Vorteil verpufft. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel.

Nach der Pause war die Raute deswegen schon wieder Geschichte. Frye stellte nach einem kurzen Gespräch mit seinen Spielern auf ein 4-4-2 mit flacher vier im Mittelfeld um. "Da fühlen sich meine Spieler ein wenig wohler", gab der Trainer zu. "Es war ja auch das erste Mal, dass wir so aufgelaufen sind. Einstudiert hatten wir es nicht." In der Zukunft könne er aber auf das neue System mal wieder zurückgreifen.

Abwehr wirkt gefestigter

Mit der Einwechslung von Tim Heinsen (77.) versuchte der Deutener Trainer mehr Risiko zu gehen. "Wir wollten unbedingt gewinnen. Risiko war das insofern, als Tim angeschlagen war", sagte Frye. Von seinem torgefährlichen Mittelfeldspieler erhoffte sich der Trainer ein letztes Überraschungsmoment. "Den Lucky-Punch haben wir aber verpasst", sagte Frye.

Nach drei Spieltagen finden sich die Rot-Weißen auf dem sechsten Tabellenplatz wieder. Ein Sieg und zwei Unentschieden stehen bislang zu Buche. Was aber auffällt: Die in der Vorbereitung und zum Saisonstart in Lippramsdorf noch wackelige Abwehr wirkt gefestigter. "Die nächsten Wochen werden nicht einfach, wir werden aber versuchen, den zweiten Saisonsieg zu holen", sagt Frye selbstbewusst.

RWD: Habendorf; Noetzel, Hubert, Goeke, Mueller (77. Heinsen), Vengels (73. Tomicki), Ihnen (82. Winter), Arifaj, Falkenstein, Werner, Lachs.

Tore: 1:0 Falkenstein (37.), 1:1 Kock (39.).

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