Fußball

SV Schermbeck kassiert deftige Packung

Schermbeck - Eine Leistung wie diese hatte Schermbecks Trainer Thomas Falkowski eigentlich nicht mehr für möglich gehalten. Doch das 0:5 in Ennepetal belehrte ihn eines Besseren.

Die gute Serie des SV Schermbeck in der Oberliga Westfalen ist gerissen. Dabei begann der SVS am Sonntag beim Tabellenzweiten TuS Ennepetal gar nicht schlecht.

Oberliga Westfalen

TuS Ennepetal - SVS

5:0 (3:0)

"In den ersten zehn Minuten waren wir die bessere Mannschaft, das hat auch mein Ennepetaler Kollege Alexander Thamm bestätigt", berichtete SVS-Coach Thomas Falokwski. Doch dann machte seine Mannschaft genau die Fehler, vor denen Falkowski eindringlich gewarnt hatte: "Gleich beim ersten Ennepetaler Standard hat es bei uns geklingelt", klagte Falkowski über das 1:0 von Dennis Drepper nach einer Ecke.

"Alles vermissen lassen"

Der SVS hatte sich von diesem Schock noch nicht erholt, da stand es 60 Sekunden später schon 2:0 und weitere vier Minuten später fiel das 3:0 für die Gastgeber. "In der Phase haben wir alles vermissen lassen, was wir die vergangenen Wochen so gut gemacht haben", ärgerte sich der Trainer. Aggressivität, Leidenschaft und Konzentration auf die zweiten Bälle seien quasi Fremdworte im Schermbecker Spiel gewesen.

"In der Halbzeitpause hat es dann auch einige deutliche Worte gegeben", erzählte Falkowski. Aber auch Aufmunterung und Motivation: "Ich habe den Jungs gesagt, dass wir die zweite Halbzeit gewinnen wollten." Marek Klimczok hatte auch die Chance dazu, doch sein Schuss wurde in der 53. Minute auf der Linie geklärt. "Als wir dann im direkten Gegenzug das 4:0 kassiert haben, war es das natürlich", sagte Falkowski. Dennis Drepper hatte zum zweiten Mal zugeschlagen, und auch der Schütze des 3:0, John Conor Agnew, trug sich in der 67. Minute noch ein zweites Mal in die Torschützenliste ein.

Weiter Neunter

In der Tabelle bleibt der SV Schermbeck Neunter, die Spieler dürfen sich trotzdem auf eine intensive Trainingswoche einstellen. "Wir haben gegen eine gute Mannschaft verloren, aber nicht gegen eine Übermannschaft. Wer meint, dass 95 Prozent reichen, oder bei zweiten Bällen einen Schritt weniger läuft, der fällt halt auf die Nase", meinte Thomas Falkowski. "So komisch das klingt: Die Niederlage war verdient und unnötig zugleich. Die Gründe dafür werden wir auf- und beim Training abarbeiten."

SVS: Drobe (54. Peto); Niehoff (46. K. Rudolph), Klimczok, Zugcic, Milaszewski, Grumann, Hodzic, Poch, Habitz, Turan (46. Schröter), Niewerth.

Tore: 1:0 Drepper (15.); 2:0 Hausmann (16.); 3:0 Agnew (20.); 4:0 Drepper (56.); 5:0 Agnew (67.).

Bes. Vorkommnisse: Keine

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