Fußball

SV Schermbeck liefert zu wenige Ideen

SCHERMBECK - Einen herben Rückschlag hat der SV Schermbeck gegen Spexard einstecken müssen. Beim 1:2 blieben die Platzherren viel schuldig.

Westfalenliga 1

SVS - SV Spexard

1:2 (1:1)

Trainer Thomas Falkowski ist kein Freund simpler Erklärungen. Er wollte daher die lange Verletztenliste nicht als Entschuldigung gelten lassen. Das große Lazarett spielt bei der Erklärung der Niederlage aber dennoch eine große Rolle. Es ist so gut wie unmöglich, ein halbes Dutzend Stammspieler zu ersetzen, vor allem wenn die komplette Innenverteidigung dadurch ausfällt. Daher haben viele Automatismen - wie das Umschalten von Abwehr auf Angriff - nicht mehr reibungslos funktioniert.

Dennoch hatten die Platzherren auf dem Kunstrasen deutlich mehr Spielanteile. Es fiel ihnen aber schwer, gefährlich vor das Tor zu kommen. Die beste Chance hatte noch Dominik Milaszewski, der von halbrechter Position im Strafraum knapp links am Tor vorbei zielte.

Der SV Spexard, mit der Empfehlung von vier Siegen in Folge nach Schermbeck gekommen, hat das Spiel nicht gewonnen, weil er schönen Fußball spielt. Er war aber effektiv. Die Gäste standen meist sehr tief, attackierten den ballführenden Spieler meist mit zwei Leuten.

Die Ambitionen in Richtung des gegnerischen Tores waren kaum erkennbar, aber dennoch schossen die Gäste das erste Tor. Dabei profitierten sie von einem Fehler der SVS-Hintermannschaft, die den Ball nicht resolut aus dem Strafraum klärte. Davon profitierte Oguzhan Toplaca, dem die Kugel vor die Füße fiel und der sicher einnetzte (22.).

Schermbecks Angriffsspiel blieb weiter bruchstückhaft, und so war es keine Überraschung, dass der Ausgleich nach einer Standardsituation fiel. Patrick Rudolph brachte eine Ecke lang in den Strafraum, und Marek wuchtete den Kopfball unhaltbar ins Tor (25.).

Die zweite Hälfte war acht Minuten alt, als die SVS-Defensive sich einen Lapsus leistete, und das Foul Dennis Huberts im Strafraum zur Folge hatte. Steffen Brück verwandelte den Strafstoß sicher.

Von nun an drängte der SV Schermbeck auf den Ausgleich. Spexard machte keine Anstalten, den entscheidenden Konter setzen zu wollen, sondern war nur darauf bedacht, den Ausgleich zu verhindern. Gegen die massive Abwehr fielen den Schermbeckern kaum wirksame Mittel ein. Die langen Bälle in Richtung Milaszewski wurden meist Beute der langen Abwehrrecken.

Die Schermbecker entstanden meist aus einem Gewühl vor dem Spexarder Tor. Die beste Möglichkeit hatte noch Marek Klimczok, dessen Schuss im Fünfmeterraum aber blockierte wurde. Dominik Milaszewski schoss zwar ein Tor, stand dabei aber ganz knapp im Abseits. Damit ist auch wohl der Aufstieg abgehakt, denn die personelle Situation wird sich kurzfristig nicht ändern.

SVS: Krückemeier, Helling, Hubert (80. Grodzik), Klimczok, Kevin Rudolph (76. Niewerth), Milaszewski, Titz (63. Noetzel), Grumann, Hodzic, Poch, Patrick Rudolph

Tore:0:1 Topalca (22.), 1:1 Klimczok (38.), 1:2 Brück (Foulelfmeter, 52.

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