Fußball

SV Schermbeck schlägt Duisburgs A-Jugend

Gute Ansätze sah Trainer Thomas Falkowski beim Sieg des SV Schermbeck gegen die Bundesliga-A-Jugend des MSV Duisburg. Und sieben teils kuriose Tore.

Testspiel

SVS - MSV Duisburg U19

4:3 (2:0)

Mit der ersten Halbzeit konnte der Schermbecker Trainer am Sonntag in der Volksbank-Arena zufrieden sein, die zweite brachte dann doch die ein oder andere Schwächephase. "Wir wollten in den ersten 45 Minuten mit Dreier-Kette spielen, um taktisch variabler zu werden. Das hat gut funktioniert", erklärte Thomas Falkowski nach dem Spiel. In der Tat ließ die Schermbecker Hintermannschaft im ersten Durchgang kaum Duisburger Chancen zu. Der erste Schuss der Gäste kam nach einer guten Viertelstunde aufs Schermbecker Tor, bei den beiden anderen Chancen des MSV in Durchgang eins war SVS-Keeper Tim Krückemeier auf dem Posten. Einmal lenkte er einen Distanzschuss zur Ecke (23.), und bei der zweiten Chance fischte er einem durchgebrochenen Duisburger den Ball vom Fuß (34.).

Viel mehr Chancen hatten die Schermbecker ihrerseits auch nicht, doch anders als beim Test gegen Gladbach nutzten sie sie diesmal sehr effektiv aus. Gleich die erste verwandelte Kevin Rudolph auf Zuspiel von Gökhan Turan zum 1:0 (9.). Der war auch am 2:0 beteiligt: Als Patrick Rudolph eine Ecke vors Duisburger Tor zirkelte, irritierte Turan MSV-Keeper Marvin Gomoluch, der den Ball daraufhin passieren ließ und es hieß 2:0 (29.).

Auch die nächsten Tore sollten in die Kategorie "kurios" bis "vermeidbar" fallen. Schermbeck wechselte in der Halbzeitpause sechsmal, Duisburg fünfmal. Darunter litt das Spiel der Gastgeber aber deutlich mehr als das der Gäste und deren Anschlusstreffer fiel nicht überraschend. SVS-Keeper Tim Krückemeier hätte ihn allerdings ebenso verhindern können wie Evans Ankomah-Kissi, dem die Hereingabe von der linken Seite, bedrängt durch einen MSV-Stürmer, vom linken Schienbein ins Tor sprang (59.).

Beim 2:2, einem Flachschuss von der linken Seite, sah Krückemeier wieder nicht gut aus (62.). Doch auch sein Gegenüber, der eingewechselte Simon Werner, ließ sich von einem missglückten Flankenball von Malte Grumann überraschen, der sich über ihn zum 3:2 ins lange Ecke senkte (68.). Beim Schermbecker 4:2 durch Gökhan Turan war dann die gesamte Duisburger Abwehr nicht im Bilde und ließ den Torschützen aus kurzer Distanz zum Schuss kommen (78.). Nichts zu halten gab es aber schließlich am dritten Duisburger Tor. Ensar Selmana zauberte einen 23-Meter-Freistoß über die Mauer an den Innenpfosten (87.). Ein sehenswerter Abschluss einer unterhaltsamen, aber trotzdem sehr frostigen Partie.

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