Fußball

Schmerzhafte Niederlage

Schermbeck - Der SV Schermbeck hätte das zweite Oberliga-Heimspiel nicht zu verlieren brauchen. Der FC Gütersloh nutzte die Fehler der Gastgeber konsequent und brachte sich so in einen taktischen Vorteil.

Das 1:2 gegen Gütersloh kann dem SVS wie auch das 0:1 gegen Siegen in der Endabrechnung sehr weh tun. Auch die Ostwestfalen zählen nicht zu den ersten Adressen der Oberliga, die kommen erst in den nächsten Wochen auf den SVS zu.

Oberliga Westfalen

SVS - FC Gütersloh

1:2 (1:2)

Betrachtet man die 90 Minuten, haben die Falkowski-Kicker nicht sehr viel falsch gemacht. In der ersten Hälfte haben sie sogar sehr viel richtig gemacht. Wie man es von den Schermbeckern kennt, praktizierten sie ihr Forechecking und gewannen sehr viele Zweikämpfe. Anders als noch in der Westfalenliga erspielt sich der SVS aber kaum noch Torchancen.

Vielmehr nutzt der Gegner sehr oft die offensive Taktik zum Kontern, was die Hausherren auch am Sonntag wieder durch Abspielfehler unterstützt haben. So hatten die Gäste die erste große Chance, als Nick Flock frei vor dem Tor auftauchte, Cedric Drobe aber mit dem Fuß abwehrte.

Marc Schröter hätte in der 16. Minute fast das 1:0 erzielt, rutschte aber um Zentimeter an einer Flanke Dominik Milaszewskis vorbei. Im direkten Gegenzug kam es zu einer Serie von drei Schermbecker Schnitzern. Plötzlich stand Mergim Deliju frei und schoss die Gäste aus spitzem Winkel in Front.

Schermbeck blieb aber ruhig und wurde in der 34. Minute belohnt, als Milaszewski einen Freistoß Kevin Rudolphs mit dem Kopf verlängerte. Die Bilanz der ersten Halbzeit war dennoch bedenklich. Der SVS war fast nur im Ballbesitz und spielte auf ein Tor. Am Ende hatten beide Mannschaften zwei Chancen und ein Tor geschossen.

Dennoch waren die heimischen Zuschauer optimistisch, dass drei Punkte in Schermbeck bleiben könnten. Der Optimismus bekam aber 56 Sekunden nach dem Wiederanpfiff einen Dämpfer. Ein Einwurf landete bei einem Gästespieler, der flankte ungehindert nach innen und dort schoss erneut Deliju ungehindert ein. Trainer Thomas Falkowski schimpfte: "Das war dilettantisch."

Das 1:2 brachte auch wieder taktische Sachzwänge, die Falkowski gerne verhindert hätte. Gütersloh tat nichts mehr für das Spiel, stellte sich hinten rein und wartete auf Konter. Martin Aciz hatte die Entscheidung auf dem Fuß, doch Kevin Mule-Ewald rettete auf der Linie.

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr Risiko musste der SVS gehen. Mit Ivan Benkovic und Yannick Goecke kamen zwei Stürmer. Benkovics Volleyschuss, der zur Ecke abgefälscht wurde, blieb aber lange die einzige Chance. Erst in der Nachspielzeit kam es wieder zu eine Riesenchance: Marc Schröter hob den Ball über den Keeper, doch Lars Beuckmann köpfte den Ball von der Linie.

SVS: Drobe, Mulle-Ewald, Zugcic, Schröter, Kevin Rudolph, Milaszewski, Hodzic, Poch (79. Klimczok), Habitz (67. Benkovic)), Patrick Rudolph, Niewerth (74. Goecke)

Tore: 0:1 Deljiu (17.), 1:1 Milaszewski (34.), 1:2 Deljiu (46.).

Bes. Vorkommnisse: Keine.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Mehrere Autos stoßen in Marl zusammen – vier Verletzte
Mehrere Autos stoßen in Marl zusammen – vier Verletzte
Achtung, Autofahrer: Auf diesem Marler Parkplatz kann es jetzt richtig teuer werden
Achtung, Autofahrer: Auf diesem Marler Parkplatz kann es jetzt richtig teuer werden
Raubserie versetzte Oer-Erkenschwick in Angst - Täter stehen vor Gericht
Raubserie versetzte Oer-Erkenschwick in Angst - Täter stehen vor Gericht
Hebewerkbrücke: WSA begründet jetzt, warum es den Vertrag mit der Baufirma nicht kündigt
Hebewerkbrücke: WSA begründet jetzt, warum es den Vertrag mit der Baufirma nicht kündigt
Wieder Vorfall mit einem Exhibitionisten an einer Bushaltestelle in Herten
Wieder Vorfall mit einem Exhibitionisten an einer Bushaltestelle in Herten

Kommentare