Fußball-Testspiel

40 Engländer begleiten den Plymouth Argyle FC zum Spiel gegen den SV Schermbeck

Schermbeck - Die treuen Fans des Plymouth Argyle FC begleiten ihre Mannschaft auch in der Vorbereitung. Rund 40 von ihnen waren am Dienstag in Schermbeck zu Gast. Und waren begeistert vom Stadion.

Wie viele Zuschauer denn sonst so bei den Schermbecker Heimspielen seien, fragen Laura und Toby. Sie sind zum ersten Mal da. Und sie mögen es. "Much more spirit than Maastricht", viel mehr Atmosphäre als das Stadion in Maastricht habe die Volksbank-Arena, sagt Toby. Denn das Maastrichter Stadion haben die zwei am vergangenen Freitag gesehen. Beim Spiel ihres Clubs, Plymouth Argyle FC.

Denn Laura und Toby sind Engländer und Argyle-Fans. Lora seit sie 15 ist, Toby schon sein ganzes Leben. Sie sind am Dienstag nur zwei von insgesamt rund 40 Anhängern, die der englische Drittligist zum Testspiel beim SV Schermbeck mitbringt. 40 ? das sind mehr als die meisten Westfalenligisten in der vergangenen Saison mit zum SVS mitgebracht haben. Und das im Ausland, bei einem Club, der Plymouth rein ligentechnisch nicht das Wasser reichen kann.

Aber sie sind da, die Lauras und Tobys, in ihren grün-weißen Trikots. Sie genießen das German beer, bestellen am Grill eine Saussage und sind alles, nur keine Hooligans. Sie sind entspannt. Trotz der Kilometer, die ihnen in den Knochen stecken.

Laura, Toby und Dan zum Beispiel haben nach dem Maastricht-Spiel drei Tage Hamburg-Urlaub eingeschoben. Von dort sind sie mit dem Auto nach Schermbeck gekommen. Um 17 Uhr waren sie da und haben ihr Hotelzimmer bezogen. Viel gesehen hätten sie von Schermbeck noch nicht, sagt Laura. "Tomorrow." Morgen.

Weite Fahrten zu den Spielen ihres Clubs ist die 42-Jährige gewohnt. Sie ist in Plymouth geboren, lebt aber inzwischen in London. Sie sieht nicht jedes Heimspiel im Home Park, aber wenn, dann hat sie jedes Mal gute 200 Meilen vor sich. Ein Weg.

Doch das hält einen echten Argyle-Fan nicht ab. Auch, dass das Gesicht der Mannschaft sich in diesem Sommer stark verändert hat, nicht. "We have lots of new players ? wir haben viele neue Spieler", sagt Laura. Aber um die kennenzulernen, reist sie halt in der Vorbereitungszeit zu den Testspielen. In den Niederlanden war sie schon, aber auch in Schottland und Österreich. Sie seien fast ein wenig wie Groundhopper, meint Toby. Also Leute, die versuchen, möglichst viele verschiedene Fußballstadien zu besuchen, und das meist per Foto dokumentieren. Hätte Toby so ein Album, würde die Schermbecker Volksbank-Arena darin wohl einen besonderen Platz einnehmen. Weil sie "Spirit" hat, Fußballgeist atmet.

Dabei ist die Arena gerade eine große Baustelle. Die Arbeiten am Abrahamhaus sind im vollen Gange. In einem Jahr würde sich den Argyle-Fans ein ganz anderes Bild bieten. Wenn ihr Team dann noch einmal wiederkommt. Wer weiß?

Den Abend in Schermbeck werden Laura und Toby auf jeden Fall in guter Erinnerung behalten. Ob er allerdings mit einem anderen mithalten kann, scheint zweifelhaft. Das 0:0 im FA-Cup beim FC Liverpool war am 8. Januar 2017 eines jener Spiele, für die die Argyle-Fans leben. "Unforgettable", sagt Laura. Unvergesslich. Aber vielleicht gilt das ja jetzt auch für das 1:0 in Schermbeck.

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