Fußball

Wulfen bittet Borken-Hoxfeld zum Topspiel

Wulfen - Der Spielplan der Kreisliga A 1 RE hält am letzten Spieltag der Hinrunde das absolute Topspiel zwischen Blau-Weiß Wulfen und dem RC Borken-Hoxfeld bereit.

Den 21. Mai dieses Jahres wird Nico Genieser sicher nie vergessen. Im Kellerduell seines SC Blau-Weiß Wulfen beim RC Borken-Hoxfeld läuft die fünfte Minute der Nachspielzeit. Es steht 2:2. Das ist zu wenig, um Wulfens Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu halten. Da kommt Genieser in Höhe der Mittellinie an den Ball; alle rechnen mit dem Pass auf Danny Lützner, doch Genieser sieht, dass Hoxfelds Keeper weit vor seinem Tor steht; Genieser schießt, aus dem Mittelkreis, und der Wind trägt den Ball wie an der Schnur gezogen ins Tor. 3:2! Wulfen jubelt, Hoxfeld steigt ab.

Doch die blau-weiße Hoffnung währte nur eine Woche. Dann musste Wulfen nach einem 0:1 gegen Buldern ebenfalls den Gang in die Kreisliga A antreten. Und in der kommt es an diesem Sonntag (14.45 Uhr, Sportanlage Wittenbrink) zum Wiedersehen mit Borken-Hoxfeld.

Was vergangene Saison Abstiegskampf pur bedeutete, ist jetzt ein Topspiel. Wulfen hatte die sofortige Rückkehr in die Bezirksliga zu Saisonbeginn nicht offen auf die Fahnen geschrieben, doch nach einer eher wackeligen Anfangsphase hat das Team von Trainer Daniel Schikora inzwischen seinen Rhythmus gefunden. Mit 56 Toren stellt es den zweitbesten Angriff der Liga, übertroffen nur von einem Team ? Borken-Hoxfeld.

Ambitionen offen eingeräumt

Denn an der Pröbstingallee wurde im Sommer ganz offensiv der Wideraufstieg propagiert und die Mannschaft dementsprechend verstärkt. Spielertrainer Dennis Seeger ist nur einer von mehreren Akteuren, die schon höherklassig waren. Der MSV Duisburg II, der 1. FC Bocholt, SpVgg Vreden, SuS Stadtlohn und Westfalia Gemen waren Seegers Stationen. Aus Gemen kamen in diesem Sommer auch Mirko Tembrink, Eswin Vrewen und Kevin van Klaveren an die Pröbstingallee und sorgten dafür, dass Borken-Hoxfeld einen Start nach Maß hinlegte. Elf Spiele in Serie entschied die Seeger-Elf für sich, ehe der VfL Ramsdorf bewies, dass auch die Hoxfelder schlagbar sind. Vom 0:1 auf eigenem Platz zeigte sich der Tabellenführer aber danach schnell erholt. Den BVH Dorsten schlug der Spitzenreiter 7:2 und den FC Rot-Weiss Dorsten mit 8:0.

Keine Nervosität

Nico Genieser und seine Wulfener Teamkollegen wissen, was da am Sonntag auf sie zu kommt. Doch nervös seien sie nicht, versichert der Wulfener Mannschaftskapitän. "Wir spielen zuhause, vor unseren Fans. Wir können beruhigt aufspielen und sind deshalb zuversichtlich", sagte Genieser am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion.

An sein Traumtor vom 21. Mai habe er vor dem Wiedersehen mit den Hoxfeldern nicht gedacht, sagt er: "Das spielt ja auch Sonntag keine Rolle. Unsere Mannschaft hat sich verändert, die von Borken-Hoxfeld hat ein völlig anderes Gesicht ? da werden die Karten komplett neu gemischt." Gegen ein Tor wie damals hätte Wulfens Kapitän aber sicher auch nichts einzuwenden.

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