Fußball

Wulfen macht "lieber den sauberen Cut"

WULFEN - Das Projekt Frauenfußball ist beim 1. SC Blau-Weiß Wulfen für diese Saison gelaufen. Die Abmeldung des Teams soll aber nur eine Pause, kein Ende sein.

Das 1:5 gegen die Reserve des 1. FFC Recklinghausen war für die Kreisliga-Fußballerinnen des SC Blau-Weiß Wulfen am 29. April das letzte Saisonspiel ? und das am fünftletzten Spieltag. Schon am vergangenen Sonntag traten die Wulfenerinnen zur Partie in Marbeck nicht mehr an, und so wird es an den restlichen Spieltagen bleiben.

"Wir haben die Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet", erklärte Trainer Andreas Janzen am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion. Zuletzt war der Wulfener Kader immer weiter zusammengeschrumpft. Zu Langzeitverletzten gesellten sich nun angehende Studentinnen, die kaum noch zur Verfügung stehen. Aus 15 Spielerinnen wurden 13 und dann noch weniger.

"Daraufhin haben wir uns mit Vorstand, Trainern und Mannschaft zusammen gesetzt und die Lage diskutiert", berichtet Andreas Janzen. Ergebnis: Für die restlichen Spiele hätte der Kader zum Großteil nur noch aus sieben oder acht Spielerinnen bestanden. "Und das", so Janzen, "machte in unseren Augen keinen Sinn. Deshalb haben wir uns lieber für den sauberen Cut entschieden, anstatt erst an den Spieltagen zu sehen, dass wir doch nicht antreten können und Gegner und Schiedsrichter möglicherweise umsonst anreisen."

Das vorzeitige Saisonende soll aber für das Projekt Frauenfußball in Wulfen nicht das Aus, sondern lediglich eine Wettkampfpause bedeuten. "Wir wollen kommende Saison auf jeden Fall wieder an den Start gehen und ich bin auch zuversichtlich, dass wir das schaffen", sagt Janzen.

Der Stamm des Teams von acht Spielerinnen sei nach wie vor regelmäßig und engagiert beim Training. "Darauf wollen wir aufbauen und versuchen, kommende Saison mit einem Kader von 18 bis 20 Spielerinnen an den Start zu gehen", kündigt der Wulfener Trainer an.

Vielleicht sei es ein wenig unüberlegt gewesen, die laufende Saison mit einem doch sehr kleinen Kader zu beginnen. "Aber wir haben den Sprung halt gewagt", so Janzen. Jetzt müsse man aus den Erfahrungen des ersten Jahres seine Schlüsse ziehen. Angst, dass weitere Spielerinnen den Wittenbrink verlassen, hat Janzen nicht: "Da verlasse ich mich schon auf die Zusagen." Gespräche mit potenziellen Kandidatinnen für die neue Saison liefen an, demnächst soll es ein Sichtungstraining geben. "Es geht weiter!"

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