Handball

Die Führung ist futsch

Schermbeck - Die Landesliga-Herren des SV Schermbeck haben das Spitzenspiel gegen den TV Kapellen und damit auch Platz eins verloren. Knackpunkt war die schlechte Chancenverwertung des SVS.

Von Ralf Weihrauch,SchermbeckDer SV Schermbeck ist die Tabellenführung los. Die Keysers-Sieben verlor das Spitzenspiel gegen Kapellen mit 19:20 und schlüpft nun in die Rolle des Verfolgers.

Landesliga 3 Niederrhein

SV Schermbeck - TV Kapellen

19:20 (12:10)

20 Gegentore sind kein schlechtes Ergebnis, aber mit nur sieben eigenen Toren in der zweiten Halbzeit und 19 insgesamt ist es andererseits sehr schwer, ein Handball-Spiel zu gewinnen.

So müssen sich die Schermbecker ganz feste an die eigene Nase fassen, wenn es um die Analyse der knappen Niederlage geht. Da ist der Knackpunkt schnell gefunden: die Chancenverwertung. Über die gesamten 60 Minuten ließen die Schermbecker viele Möglichkeiten liegen. Die Gründe waren eine Mischung aus mangelnder Konzentration und Übereifer im Abschluss. Besonders in der zweiten Halbzeit schlossen die Hausherren ihre Angriffe viel zu früh ab, was Kapellen immer in Ballbesitz brachte.

Nach dem ersten Durchgang waren die heimischen Fans noch guter Dinge. In dem ausgeglichenen Spiel war Lukas Maile der Rückhalt seiner Mannschaft. Mit etlichen guten Paraden war er dafür verantwortlich, dass sein Team bis zur Pause nicht in Rückstand geriet. Doch auch wenn die Schermbecker 9:6 führten (21.), gaben die ausgelassenen Chancen Anlass zur Sorge. So kam es auch, dass der SVS fast sieben Minuten ohne Tor blieb und Kapellen zum 9:9 ausglich. Pierre Weber schaffte dann immerhin noch das Tor zur 12:10-Pausenführung.

Die Parte kippte gleich mit Beginn der zweiten Halbzeit. Mit Lukas Haas stand nun ein Keeper im Gästetor, der auch einige Unhaltbare hielt. In den ersten zehn Minuten war auch die Schermbecker Deckung nicht ganz auf der Höhe, sodass Kapellen sich bis zur 40. Minute auf 14:17 absetzte und in der 45. mit 19:15 führte. Selbst als die Gastgeber noch einmal auf zwei Tore herankamen, blieb Kapellen ruhig. Das 19:20 fiel durch einen von Johannes Dahlhaus verwandelten Siebenmeter. Anschließend waren noch 40 Sekunden zu spielen, die aber nicht zum Schermbecker Ausgleich reichten.

SVS: N. Bell, Maile; Kempken, Fröhner-Soppe (1), Marienbohm (1), Döhmer, Robert (1), Kreilkamp, Weber (4), Draeger-Gillessen (2), F. Bell (2), Dahlhaus (8/3).

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