Handball: Landesliga

Der SV Schermbeck sieht sich im Duell gegen Dinslaken II als Außenseiter

Handball: Der Landesliga-Tabellenführer hat den zweiten MTV Dinslaken II zu Gast. Trainer Stephan Schmücker will noch nicht über einen möglichen Aufstieg reden.

Es ist äußerst bemerkenswert, dass die junge Schermbecker Handball-Mannschaft nach neun Spieltagen als Tabellenführer in das Spitzenspiel geht. Trainer Stephan Schmücker hält aber den Ball flach, und sieht sein Team als Außenseiter.

Landesliga

SVS - MTV Dinslaken II

Anwurf: Samastag. 18 Uhr, Gesamtschulhalle, Erler Str., Schermbeck.

Der Trainer war zu Beginn der Saison mit dem Ziel angetreten, die junge Mannschaft weiterzuentwickeln. Es war kaum einzuschätzen, wie die Mannschaft abschneiden würden, an einen Spitzenplatz nach neun Spielen hatte wohl keiner der Verantwortlichen gerechnet.

Schmücker sieht das eher als Belohnung seiner Arbeit und nicht als Anreiz, in die Verbandsliga aufsteigen zu wollen: "Wir sind ja auch gerade in einer Phase, in der es eine Stagnation gibt. Das mache ich nicht mal an der Niederlage in Issum fest, sondern am aktuellen Stand unseres Spiels." Während es in den letzten Wochen immer aufwärts ging, erkennt Schmücker nun einen Stillstand: "Wir spielen gerade sehr langsam und viele Sachen, die wir in der Vorbereitung geprobt haben, entwickeln sich nicht weiter. Daran werden wir im Training arbeiten."

Da gerade viele Spieler krank sind, nutzt der Coach die geringe Trainingsbeteiligung, um Zweikämpfe zu üben: "Das Spiel des SV Schermbeck ist in den letzten Jahren immer auf den Rückraum ausgelegt gewesen. Das war wegen der hohen Quantität und Qualität auf dieser Positionen auch das richtige Mittel zum Erfolg." Nun seien aber andere Qualitäten gefragt, und da müssten die jungen Spieler sich daran gewöhnen, sich im direkten Zweikampf durchzusetzen.

Dünne PersonaldeckeMit solchen Dingen beschäftigt sich Stephan Schmücker viel lieber als mit Tabellen und Rechenschiebern. Dennoch wird er auch nicht drumherumkommen, sich mit der Verbandsliga zu beschäftigen. Damit will er aber noch warten: "Das wird für mich erst ein Thema, wenn wir gegen Dinslaken und Rhede gewinnen. So richtig akut wird die Diskussion aber erst, wenn wir zu Beginn der Rückrunde auch noch gegen Styrum schlagen."

Zu den genannten Gründen fügt er auch noch die generell dünne Personaldecke hinzu: "Marcus Fröhner-Soppe kommt erst im Januar zurück, und Johannes Dahlhaus spielt momentan nicht. Wir werden wohl bald einen dritten A-Junioren mit einer Doppellizenz für die Senioren ausstatten." Schmücker will die Situation aber nicht schlecht reden: "Wir werden weiter eine gute Rolle in der Liga spielen. Ob es reicht, um Meister zu werden, steht auf einem ganz anderen Blatt."

Es ist für die Schermbecker natürlich nicht unmöglich, am Samstagabend zu gewinnen. Schmücker erwarte eine Trotzreaktion auf die überschaubare Leistung in Issum: "Wenn man dann noch unseren Heimvorteil addiert, steigen die Chancen gewaltig." Zudem spielen die Schermbecker in eigener Halle ohne Harz, denn gerade damit hat der SVS in Auswärtsspielen oft Probleme.

Schmücker sei sich sicher, dass die Zuschauer eine spannende Partie erleben werden. Wenn der Sieger nach 60 Minuten Schermbeck hieße, dann hätte er auch nichts dagegen.

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