Handball

Die Schermbecker haben bei ihrem Dreier-Turnier den dritten Platz belegt

Der SV Schermbeck hat im Neujahrsturnier gegen zwei Verbandsligisten eine sehr gute Rolle gespielt. Der Trainer freute sich sehr über den Erfolg über die MTG Horst Essen.

Die Schermbecker Handballer haben bei ihrem Dreier-Turnier den dritten Platz belegt. Das ist gegen zwei Verbandsligisten keine Überraschung, doch die Platzierung kam nur aufgrund des Torverhältnisses zustande, da jedes Team ein Spiel gewann und eins verlor.

Turnier startete mit einem überraschenden Sieg

Das Turnier begann für die Schermbecker mit einem unerwarteten Sieg über die MTG Horst-Essen. Die schnelle 2:0-Führung des SVS gegen den Verbandsligisten war erst einmal nicht mehr als ein Strohfeuer. Die Essener, die sich Hoffnungen auf den Oberliga-Aufstieg machen, deckten sehr konsequent und der starke Keeper parierte etliche Schermbecker Würfe. Er leitete auch die Tempogegenstöße mit punktgenauen Abwürfen ein. Das Umschalten ging so schnell, dass die Schermbecker nicht hinterherkamen und SVS-Schlussmann Lars Potthast oft auf verlorenem Posten stand. Doch auch wenn die Schermbecker Deckung stand, hatte der Verbandsligist genügend technische Tricks auf Lager, um den Ball im Tor unterzubringen. So sah beim 10:13 zur Pause alles nach einem Favoritensieg aus.

Das Spiel drehte sich

Doch im zweiten Abschnitt drehte sich das Spiel. In der Offensive kamen die Schermbecker vor allem durch Gerrit Kempken zu vielen Treffern in Eins-gegen-Eins-Situationen. Essen traf zweimal den Pfosten, und der eingewechselte Torhüter Niklas Bell wehrte viele Bälle ab. Zudem hatten die Essener einige Probleme damit, dass der SVS nicht mehr mit einer 6-0-Deckung, sondern einer 5-1-Deckung agierte. So glich der Landesligist nicht nur aus, sondern ging seinerseits mit 16:13 in Führung. Erst in der Schlussphase kam Essen zurück ins Spiel und glich in der letzten Minute zum 22:22 aus, doch 30 Sekunden vor dem Ende gelang dem SVS der Siegtreffer.

Während die MTG Horst anschließend RW Oberhausen mit 23.22 bezwang, machten die Schermbecker eine Pause, die Ihnen nicht guttat. So hatten die Gastgeber einige Probleme, um wieder richtig ins Spiel zu finden. Die Oberhausener 5:1-Deckung machte den Schermbeckern Probleme, der Verbandsligist griff auch ziemlich hart zu. Zudem spielten die Oberhausener auch einige Male ohne Torwart mit sieben Feldspielern, was in der Landesliga nur selten vorkommt.

Stefan Schmücker experimentierte seinerseits auch auf einigen Positionen. So verbrachte Frederik Bell viel Zeit auf der Bank und machte Platz für Hendrik Portz.

Auch Gerrit Kempken musste für einige Zeit auf die für ihn ungewohnten Positionen. Das alles führte dazu, dass Oberhausen sich gleich von Beginn an einen Vorsprung herausspielte. Den Schermbeckern gelangen zwar auch einige schöne Tore, doch es fehlte schon die Durchschlagskraft aus dem ersten Spiel. So stand am Ende eine 14:19-Niederlage, die Oberhausen den Turniersieg bescherte.

Trainer war gar nicht traurig

Schermbecks Trainer Stefan Schmücker war aufgrund des Turnierverlaufs gar nicht traurig über den letzten Platz: "Ich habe mich sehr gefreut, dass wir überhaupt ein Spiel gewonnen haben. Das hatte ich vorher gar nicht wirklich erwartet." Für ihn war es wichtig, dass er viel ausprobieren konnte.

Das galt aber auch für seine Kollegen aus Essen und Oberhausen, für die es in der Rückrunde ebenfalls noch um sehr viel geht. Als Vorbereitung für die restliche Landesliga-Saison sei das Turnier hervorragend gewesen und der Trainer hat neue Kenntnisse gewonnen. Zudem ist sein Team auf das Pokalspiel gegen Verbandsligisten Jahn Hiesfeld am Sonntag (20.1.) vorbereitet.

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