Das Lachen ist bei Brömmelhaus zurück

Der 13-Jährige feierte ein gelungenes Comeback

Dorsten - Die Erleichterung war riesig. "Endlich! Endlich kann ich wieder ganz zufrieden mit meinen Leistungen sein", freute sich Felix Brömmelhaus nach seinem Start im Bochumer Unibad am vergangenen Samstag.

Mit seinen gerade mal 13 Jahren hatte der Deutener ein echtes Seuchenjahr hinter sich. Die zwei ersten und zwei dritten Plätze von Bochum waren Balsam für die Seele. Doch am meisten freute sich der ehrgeizige junge Schwimmer, dass er endlich auch wieder eine persönliche Bestzeit schwamm. Denn er hatte eine lange Leidenszeit hinter sich.

Im Sommer 2017 brach sich Brömmelhaus den Unterarm. Ein komplizierter Bruch, der zwei Operationen notwendig machte. Viele Wochen konnte der Deutener nicht trainieren. Erst Anfang 2018 ging es dann wieder spürbar aufwärts. Die Formkurve zeigte wieder nach oben, erste Tests bei Wettkämpfen brachten beachtliche Zeiten.

Neue NormenDass die Normen für die Teilnahme an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in diesem Jahr novelliert wurden und ausgerechnet Felix' Hauptlagen Schmetterling und Rücken ungeheuer schwer zu erreichen waren, nahm Brömmelhaus in seiner ehrgeizigen Art als besondere Herausforderung. Im Trainingslager auf Zypern arbeitete er hart, feilte an Technik, Kraft und Ausdauer. Cheftrainer Harry Schulz, unter dem er beim VfL Gladbeck seit Beginn des Jahres trainiert, zeigte sich mehr als beeindruckt vom Trainingserfolg.

Doch wenige Tage nach der Rückkehr aus dem Trainingslager fing sich Felix Brömmelhaus eine Mandelentzündung ein. Erneuter Trainingsausfall war die Folge und das ausgerechnet in der heißen Phase der Qualifikation für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften. Und es kam noch schlimmer: Beunruhigt durch die Müdigkeit und Leistungseinbrüche vermutete das Trainerteam Pfeiffersches Drüsenfieber - und behielt Recht. Damit war Brömmelhaus endgültig aus dem Rennen, ein Rückschlag, den er nur sehr schwer wegstecken konnte.

Dass er sich überhaupt neu motivieren konnte, wieder ein leichtes Aufbautraining zu starten, während Mannschaftskameraden nach Berlin zur Deutschen Jahrgangsmeisterschaft fuhren, ist beachtlich. Immerhin opfert der junge Deutener nahezu seine gesamte Freizeit, um erfolgreich zu sein. 17 Stunden Training jede Woche, dazu die Fahrtzeit zum Gladbecker Freibad - da bleibt nicht viel Zeit für andere Aktivitäten.

Am Ende des Monats startet er mit seinem Verein VfL Gladbeck 1921 noch bei den Nordwestfälischen Meisterschaften, dann geht die Saison zu Ende. Die nächste wird für ihn hoffentlich wieder erfreulicher verlaufen.

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