Leichtathletik

Punktlandung am Galgenberg

Lembeck - 41 Teilnehmer zählten die Organisatoren des 42. Lembecker Galgenberglaufs Anfang vergangener Woche. Am Ende wurden es 174 - exakt genauso viele wie im vergangenen Jahr.

Einer der Hauptgründe für die Punktlandung war sicherlich das gute Wetter. "Kein Regen, kein Wind, Sonnenschein ? Schwein gehabt", fasst es Helmut Rentmeister, Abteilungsleiter der Leichtathleten des SV Lembeck zusammen. Die anderen Gründe liegen wohl in der besonderen Atmosphäre des Laufs. "Hier treffen sich schon seit Jahrzehnten Läufer nicht nur zum Laufen, sondern auch, um sich auszutauschen und nett zu unterhalten", erklärte Moderatorin Ulla Winkelmann, und den jungen Teilnehmern gab sie mit auf den Weg: "Wenn ihr mit 80 immer noch zum Galgenberglauf kommt, dann haben wir alles richtig gemacht."

Ein Satz, der das Altersspektrum der Teilnehmer am Sonntag gut zusammenfasste. Die kleine Theresa Mertins war als jüngste Teilnehmerin gerade mal zwei Jahre alt. Das Interview mit Ulla Winkelmann war im Ziel entsprechend schwierig. Mancher andere Teilnehmer des Bambinilaufs zeigte mit mittig hochgegelter Haarpracht neueste Frisurentrends, bei anderen Läufern gab es dagegen in der Mitte des Kopfes nicht mehr viel hochzugelen. Ältester Teilnehmer war mit 79 Lenzen der Bueraner Adolf Nowak, gefolgt von den drei Jahre jüngeren Günter Leschinski und Otto Nickel.

Die Routiniers brachten natürlich jede Menge Erfahrung mit, für die Bambini war der Start zum teilweise ersten Wettkampf ihres Lebens hingegen sehr, sehr aufregend. "Wie lange dauert es denn noch?", fragte die dreijährige Marlena-Bianca, nachdem die jungen Läufer sich schon Minuten vor dem Start an der Startlinie versammelt hatten und dann ungeduldig warteten. Auch Tränen gab es bei den Jüngsten. Bei einigen, weil sie Angst vorm Startschuss hatten, bei anderen, weil die Aufregung dann doch zu groß war und Mama und Papa nach wenigen Metern zu Hilfe eilen mussten, um Hand in Hand weiterzulaufen. Wieder andere sahen den Läufern weinend hinterher, weil sie es verpasst hatten, sich anzumelden. Nächstes Jahr darf sich der SV Lembeck wohl auch auf sie freuen.

In guter Erinnerung werden den 42. Galgenberglauf sicher alle Teilnehmer behalten, doch die Sieger natürlich ganz besonders. Los ging es mit dem 1000-m-Lauf der Altersklasse U10/U12. "Das ist Lasse", sagten die Lembecker Organisatoren mit geschultem Blick, als der erste Läufer von der Waldrunde zurück kam, und tatsächlich: Lasse Lohrke von der LG Dorsten gewann in 3:43 min.

Über 2000m war Benedikt Lienemann in 7:45min schnellster Läufer des U14/U16-Feldes und bei den Bambini kam Phil Streitberg von SuS Bertlich in 1:47min als Erster ins Ziel.

Streitberg hieß auch der Sieger des 5-km-Laufs, nämlich Jörg Streitberg, ebenfalls SuS Bertlich und mit 19:22min einziger Läufer unter der 20-Minuten-Marke. Bei den Frauen gewann hier Saskia Hettkamp in 21:45min.

Schnellster Mann über die 10 km war Marcel Wittkowski vom Edelhelfer Racingteam in 37:53min vor Benjamin Rayher (39:09) und Norbert Stöcking (39:33) von der LG Dorsten. Bei den Frauen siegte Luisa Altegoer vom SV Lembeck in 42:33 min vor Christina Auth (46:19) und Daniela Köster (48:53).

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