Motorsport

Oberheim führt Team zum Klassensieg

SCHERMBECK - Der junge Schermbecker hat seinen Unfall offenbar überwunden und brillierte beim vierten Lauf der Langstreckenserie auf dem Nürburgring.

Mit der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy fand am Samstag der vierte Lauf zur VLN Langstreckenserie auf der 24,358 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife statt. Der Schermbecker Moritz Oberheim bestätigte in diesem Rennen erneut seine Topform und brachte das Team mit einem Klassensieg in eine hervorragende Ausgangslage für die nächsten Rennen.

In der Trainingssitzung am Samstagmorgen wurde die Platzierung für die Startaufstellung heraus gefahren. Das "Black Falcon Racing Team" wollte auch diesmal kein Risiko eingehen und strebte eine sichere Platzierung ohne Risiko an. Oberheim hielt sich an die Vorgabe und stellte mit der Zeit von 8:50.616 Minuten den "Black Falcon IDENTICA Mercedes AMG GT4" auf den dritten Startplatz in der Klasse der GT4-Fahrzeuge.

Guter AuftaktTeamkollege Stefan Karg fuhr den Start und konnte sich im Rennverlauf trotz dichtem Verkehr und vielen Gelbphasen gut behaupten. Er übergab nach seinem Turn das Steuer an den zweiten Fahrer Fidel Leib, der dann auf Platz drei liegend an Oberheim übergab.

Beim Kommando "Moritz fertigmachen" verspürte Oberheim das vertraute Kribbeln, schwang sich beim Fahrerwechsel mit dem gewohnten Elan auf den heißen Sitz und stürmte nach dem Freigabezeichen sofort vehement aus der Boxenstraße dem Feld hinterher. Den vor ihm liegenden Aston Martin nahm er schon auf der Grand-Prix-Strecke ins Visier und konnte im Streckenteil "Quiddelbacher Höhe" an ihm vorbei und danach auch sofort wegziehen. Er hatte ein gutes Gefühl im Auto und war weiterhin schnell unterwegs. Als er etwa Mitte seines Turns immer mehr Boden auf den führenden BMW M4 von Sorg Motorsport gutmachen konnte, stand für ihn fest: "Den werde ich jetzt auch noch kriegen." In Runde 19 war es so weit. Oberheim zog vorbei, und setzte sich mit seiner ganzen Routine immer weiter von seinem Verfolger ab.

Schnellste RundeIn Runde 22 fuhr der Schermbecker mit 8:51:440 Minuten auch noch die schnellste Runde in der Klasse. Beim letzten Tankstop lief auch die Boxencrew zur Höchstform auf und fertigte Oberheim in Rekordzeit ab, der den Wagen nach insgesamt 25 Rennrunden unter dem Jubel des Teams an der Boxenmauer souverän als Klassensieger über den Zielstrich pilotierte.

Nach seinem schweren Unfall vor einigen Wochen war der Erfolg Balsam auf die Seele des jungen Schermbeckers und er sagte: "Beim Einbiegen auf die Zielgerade fühlte ich eine unglaubliche Erleichterung."

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