Radsport

Die Nacht der Revanche macht das Dutzend voll

Wenn die "Nacht der Revanche" am 6. Juli das Dutzend in Lembeck voll macht, dann heißt es auch Abschied nehmen.

Für Leif Lampater und Christian Grassmann wird das Rennen rund um die St.-Laurentius-Kirche das letzte ihrer Karriere. Beide zählen zu den erfolgreichsten deutschen Bahnfahrern, und deshalb rechnet Michael Zurhausen, Organisator der "Nacht der Revanche", auch mit einigen auswärtigen Gästen: "Wenn die hören, dass Leif und Christian hier ihren Abschied feiern, kommen bestimmt viele."

Immerhin ist der 34-jährige Lampater siebenfacher Deutscher Meister und gewann 2012 sogar den Weltcup im Bahnrennsport. Im September beendete er aus beruflichen Gründen seine Laufbahn und steigt in Lembeck ein letztes Mal wieder in den Sattel. 2011 hat er die "Nacht der Revanche" gewonnen, bei seinen insgesamt sechs Starts für die Dachdeckerei Droste wurde er zudem zweimal Zweiter und einmal Dritter.

Genau wie Lampater feierte auch Christian Grasmann viele Erfolge bei Sechs-Tage-Rennen, unter anderem in Dortmund. Deshalb rechnet Michael Zurhausen am 6. Juli auch mit manchem Sechs-Tage-Fan. Der Organisator setzt auch bei der zwölften Auflage des Rennens auf bewährte Programmpunkte. Zwölf Teams mit namhaften Profifahrern ermitteln im Mehrkampf aus Paar-Zeitfahren, Ausscheidungsrennen und Finale den Gesamtsieger. Zwischendurch kommen Hobbyfahrer, Gäste, Vereine und Kinder zum Zuge, und neben der Strecke bleiben weder kulinarische noch musikalische Wünsche offen.

Damen erleben eine Premiere

Es gibt allerdings auch einen neuen Programmpunkt: ein Hobbyrennen eigens für Frauen. "Dieser Wunsch war im letzten Jahr aufgekommen", erzählte Teamchef Ludger Zens vom Zens and Friends Racing Team am Donnerstag beim Pressegespräch zur "Nacht der Revanche". Die Schermbecker bieten im Vorfeld sogar Trainingseinheiten für die Frauen an. "In Erle gibt es einen Kurs, der dem in Lembeck sehr nahe kommt", berichtete Zens, "enge Kurven und ein Loch, das ähnlichen Respekt einflößt wie der Gully an der Ecke Bonhoefferring/Wulfener Straße." Zens' Urteil: "Wer Erle kann, der kann auch Lembeck."

Am Ende hatte der Schermbecker dann noch einen Rat für Michael Zurhausen, der der vorläufig gescheiterten Idee eines Nachtlaufs nachtrauerte: "Ach, Zuri, das dauert in Lembeck immer. Den machen wir nächstes Jahr!"

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