Reiten

Der ZRFV Dorsten hat bei seinem Turnier zwei wichtige Stammgäste

Drei Tage Reitturnier beim ZRFV Dorsten. Das sind an diesem Wochenende 34 Prüfungen, 600 Reiter und 1500 Starts. Das sind aber auch zwei Männer, ohne die rein gar nichts liefe.

Jörg Schultz ist bei dem Turnier im Dorstener Ovelgünne seit 2011 dabei, Martin Eckhoff sogar noch länger. Kein Wunder, dass die beiden Parcoursbauer ein eingespieltes Team sind.

Schließlich haben sie sich schon zu ihrer Zeit als aktive Reiter kennengelernt. "Wer Parcourschef werden will, muss ja heute selber mindestens bis M-Niveau geritten haben", erklärt Martin Eckhoff am Freitag in einer Umbaupause. Dass der Dortmunder mit seinen 57 Jahren etwas später umgesattelt hat als der Hattinger Schultz mit seinen 53 Lenzen und die Ausbildung zum Parcoursbauer begann, hat einen simplen Grund: "Ich bin einfach länger geritten."

Immer wieder getroffen

Doch nach und nach liefen sie sich bei den Turnieren immer wieder über den Weg und merkten: Das passt. Nicht nur beim Turnier in Dorsten treten sie regelmäßig als Team auf, und dass sie 2020 wieder dabei sind, steht für sie jetzt schon fest. "Da wird gar nicht mehr groß angerufen", sagt Jörg Schultz. "Am Sonntagabend heißt es ,Bis nächstes Jahr', und das reicht." Und Martin Eckhoff ergänzt: "Wenn andere Anfragen für den Termin kommen, sagen wir dann gleich, dass wir für Dorsten geblockt sind."

Und so schreiten sie auch an diesem Wochenende wieder über den Springplatz im Ovelgünne, messen penibel die Höhe der Hindernisse, legen selber Hand an, heben Stangen in die Halterungen und haben ein geschultes Auge für die Wege zwischen den Hindernissen.

"Das ist wichtig, weil sich der Springsport verändert hat", erzählt Jörg Schultz, was er in seinen 24 Jahren als Parcoursbauer beobachtet hat: "Galoppsprünge wurden vor 20 Jahren noch mit 3,50 m gemessen. Doch die veränderte Zucht hat dafür gesorgt, dass es heute 3,80 m bis 3,90 m sind." Das stellt auch die Parcoursbauer vor neue Herausforderungen: "Früher hat man hoch und weit gebaut. Heute geht es mehr um den technischen Teil zwischen den Hindernissen." Durch die Wahl des richtigen Kurses trenne sich die Spreu eher vom Weizen als an den Hindernissen selbst.

"E-Prüfung ist genauso wichtig wie der Große Preis"

Ob er einen E-Parcours für Anfänger oder einen S-Parcours für Könner ihres Fachs baut, ist Jörg Schultz dabei egal: "Die E-Prüfung ist genauso wichtig wie der Große Preis. Es geht darum, die Nachwuchsreiter ans rhythmische Reiten heran zu führen. Da muss der Kurs, den wir bauen, genauso passen wie beim S-Springen."

Und so können sich die Reiter beim Dorstener Turnier darauf verlassen, dass die beiden Parcoursbauer von Freitag bis Sonntag mit der bewährten Akribie ihren Aufgaben nachgehen. So wie jedes Jahr.

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