Squash

Nele Hatschek ist Deutsche Meisterin

Die Dorstenerin Nele Hatschek hat bei den Deutschen Einzelmeisterschaften in Hamburg ihren bisher größten nationalen Erfolg gefeiert und ist Deutsche Meisterin der Damen geworden.

Im Finale hatte es die für den SCR Duisburg spielende Hatschek am Sonntag mit der amtierenden Deutschen Meisterin Franziska Hennes aus Paderborn zu tun und ging als Außenseiterin in die Partie. Der erste Satz ging denn auch mit 11:3 nach nur wenigen Minuten an die Titelverteidigerin. Doch Hatschek kämpfte.

Immer, wenn es ihr gelang, die Ballwechsel lang zu gestalten, konnte sie mit ihrer Laufstärke die Reichweiten-Vorteile ihrer Gegnerin wett machen. Im zweiten Satz führte sie so schon 10:5, als ihr die Nerven einen Streich zu spielen drohten. Die Führung schmolz und nach einem leichten Fehler zum 10:9 schrie die Dorstenerin ihren Frust hinaus. Das half offenbar: Mit 11:9 brachte sie den Satz nach Hause.

Der dritte Durchgang wurde anschließend aber zum Spiegelbild des ersten. Kurz und knapp hieß es im Schnelldurchgang 11:3 für Franziska Hennes. Im vierten Satz durfte Nele Hatschek damit nicht mehr patzen. Der nächste Satzgewinn hätte den Titel für Hennes bedeutet.

Und so kämpfte und lief Hatschek fortan noch einen Tick mehr, gab keinen Ball verloren und wahrte ihre Chance. Sie lag im vierten Durchgang beständig in Führung, wenn auch nur knapp. Mit 11:8 erzwang sie schließlich den entscheidenden fünften Durchgang.

Der geriet endgültig zur Nervenschlacht, denn keine der beiden Spielerinnen konnte sich entscheidend absetzen. Franziska Hennes führte 2:1 und 5:4, ansonsten legte stets Nele Hatschek vor. Beim 10:7 hatte sie drei Matchbälle, doch die ersten beiden wehrte Franziska Hennes noch ab. Als ihr dann doch das 11:9 gelang, schrie Nele Hatschek zum zweiten Mal in diesem Match ? doch diesmal vor Freude.

Ins Halbfinale war die 22-Jährige durch ein 3:0 gegen die Stuttgarterin Theresa Fegers, Zwölfte der Deutschen Rangliste und ein 3:1 gegen Katerina Tycova (DRL 20) eingezogen. Dort verlor sie den ersten Satz gegen Sharon Sinclair (DRL 2, SC Monopol Frankfurt), entschied dann aber die Sätze zwei und drei für sich. Als sie im vierten Durchgang 10:4 führte, musste Sinclair krankheitsbedingt aufgeben.

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