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Die Bundesliga macht wieder Station in Dorsten

DORSTEN - Der Dorstener TC startet am kommenden Samstag mit seinen Herren 30 ins Abenteuer Bundesliga. Das Auftaktspiel hat es gleich in sich.

Es gibt wohl leichtere Aufgaben als diese. Im ersten Saisonspiel empfangen die Herren 30 des Dorstener TC als Aufsteiger in die Bundesliga Nord am kommenden Samstag (16. Juni) mit dem TV Espelkamp-Mittwald gleich den amtierenden Deutschen Meister.

"Das ist natürlich schon eine Hausnummer", sagte Dorstens Mannschaftskapitän Marcel Schröder. Espelkamp, Ratingen und der TC Raadt aus Mülheim spielen seiner Einschätzung nach die ersten beiden Plätze und damit die Teilnahme am Bundesliga-Finale gegen die Südgruppe unter sich aus. Dass Espelkamp am ersten Spieltag in Raadt mit 2:7 den Kürzeren zog, ändert für Schröder nichts daran: "Da ist Espelkamp nicht mit seiner stärksten Formation angetreten."

Von sechs Ausländern war zum Beispiel nur der Franzose Josselin Ouanna, der 2009 schon einmal die Nummer 88 der Weltrangliste war und in Raadt den einzigen Einzelsieg für sein Team holte.

Nicht nur auf dem PapierAnsonsten hat der erste Spieltag, an dem der DTC spielfrei war, Marcel Schröder eine besorgniserregende Erkenntnis geliefert: "Die Meldelisten sind nicht nur Namen auf Papier, die Jungs spielen auch alle."

Was die Sache für die Dorstener natürlich nicht leichter macht. "Es wird hart", sagt Marcel Schröder mit Blick auf das Saisonziel, das natürlich Klassenerhalt heißt.

Dazu müssten die Dorstener gegen Teams wie Bayer Leverkusen, den STV Wilhemshaven und den Uhlenhorster HC Hamburg punkten. Dass sie zwei dieser drei Schlüsselspiele auswärts bestreiten müssen, macht die Sache nicht leichter.

Doch verstecken muss sich der DTC auch nicht. Mit Daniele Braccali, Matteo Marrai, Matteo Volante und Fausto Barili stehen gleich vier Italiener im Kader, dazu kommen der Deutsch-Italiener Stefano Galvani, der Niederländer Michel Mejer und der Pole Marci Jezierski. "Aber halt", sagt Marcel Schröder, "wir werden ganz bestimmt nicht jede Woche mit sechs Ausländern antreten." Der DTC wolle vielmehr seiner bisherigen Philosophie treu bleiben und den deutschen Spielern Einsatzmöglichkeiten bieten. Ins Detail gehen möchte der Dorstener Mannschaftsführer bei der Aufstellung allerdings auch nicht: "Die anderen Teams lesen auch Zeitung."

Große VorfreudeSo schwer die Aufgabe sportlich für den Aufsteiger auch wird, so sehr freuen sich Marcel Schröder und seine Teamkollegen doch auf das Abenteuer Bundesliga. "Wir hoffen, dass unsere Anlage bei den Heimspielen wieder so voll wird wie damals, als wir mit den Herren in der 2. Bundesliga gespielt haben", sagt Schröder.

Dafür hat der DTC einiges getan. Der Eintritt zu den Spielen auf der Anlage Im Werth 25 ist frei, Bierwagen und Sektempfang sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre und Moderator Michael Maiß wird die Spiele kommentieren, Hintergrundinfos liefern und Interviews führen.

Es ist also angerichtet fürs nächste Bundesliga-Sommermärchen beim Dorstener TC. Jetzt muss eigentlich nur noch das Wetter mitspielen.

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