Tennis

Hannah Eifert spielt sich bei der Jugend-DM bis ins Halbfinale

Mit drei Spielerinnen war der TC Deuten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Essen vertreten. Am Ende war die kleinste die Größte.

Den Anfang machten Mitte der Woche Hirt und Muratovic (U16). Beide hatten sich einiges vorgenommen, mussten aber erkennen, dass auch in anderen Teilen der Republik hochkarätiges Tennis gespielt wird.

Das erste Einzel für Debbie Muratovic brachte dann auch gleich das Aus. Gegen Alia Lex aus Zwiesel hatte Muratovic im frühen Sommer auf Hartplatz noch gewonnen, doch die 15-Jährige Hünin prügelte auf die Bälle ein, dass Muratovic Hören und Sehen verging. "Keine Chance. Heute war ihr Spiel einfach zu komplett. Sie hat auf dem schnellen Teppichboden alles getroffen", resümierte Muratovic, die als Jahrgangsjüngere im kommenden Jahr noch zwei Mal in der U16 antreten darf.

Im Viertelfinale fehlten die Körner

Eine Altersklasse höher dagegen geht es ab 2019 für Pauline Hirt, die an den ersten beiden Tagen phänomenal aufspielte. In der ersten Runde schlug sie Pauline Ernstberger aus Sindelfingen nach knapp drei Stunden in drei Sätzen, einen Tag später nahm sie Luzia Obermeier aus München in drei Sätzen und nach über drei Stunden Spielzeit aus dem Turnier. "Das hat sehr viel Kraft gekostet. Die Körner haben mir dann im Viertelfinale gefehlt", so Hirt, die sich in der Runde der letzten acht der an vier gesetzten Anja Wildgruber trotz starker Leistung 3:6/4:6 geschlagen geben musste.

Auch im Doppel an der Seite von Deborah Muratovic merkte Hirt ihre Zerrung im Rücken deutlich. Im Viertelfinale war nach zwei Siegen für die Deutener Paarung gegen die an Position eins gesetzten Wildgruber/Wirges Endstation.

Sieg gegen die Nummer eins

Für den Höhepunkt der nationalen Titelkämpfe aus Deutener Sicht sorgte in diesem Jahr Hannah Eifert in der Altersklasse U12. Schon im ersten Spiel zeigte die frisch gebackene Westfälische U12-Meisterin, dass sie sich auch vor den besten Spielerinnen in Deutschland nicht zu verstecken braucht. Gegen die deutsche Nummer eins, Carolin Raschdorf vom ETuF Essen, siegte Eifert spektakulär im Match-Tie-Break des dritten Satzes. Raschdorf ist nicht nur die deutsche Nummer eins, sondern auch die einzige Spielerin in Deutschland, die als Jahrgang 2006 bereits die LK 1 erspielt hat.

Im zweiten und dritten Gruppenspiel lief es für die Gahlenerin dann wie am Schnürchen. Kim Martin aus München gab beim Stand von 6:1/1:0 für Eifert wegen einer Verletzung auf, gegen Lilien Thieking aus Hannover gewann Hannah Eifert 6:2/6:1. Erst im Halbfinale fand der Neuzugang des TC Deuten ihre Meisterin. Clara-Marie Schön vom Traditionsclub TC Dresden-Blasewitz entschied den Tie-Break des ersten Satzes für sich und konnte auch den zweiten Durchgang (6:1) gewinnen. Hannahs Husarenritt, für den sie unzählige Glückwünsche bekam, hatte zumindest vorerst ein Ende gefunden.

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