Tennis

Korten hat nun eine ganze Handvoll Titel

HOLSTERHAUSEN - Im Verein ist er eine lebende Legende. Im Januar erhielt er den Ehrenpreis des Dorstener Sports. Und Josef Korten hört mit dem Titel-Sammeln einfach nicht auf.

Bei den 50. Nationalen Tennis-Hallenmeisterschaften für Seniorinnen und Senioren holte Routinier Josef Korten vom BVH Tennis am vergangenen Donnerstag den Titel in der höchsten Altersklasse. Im Finale der Herren-85-Konkurrenz setzte sich der Tennis-Methusalem aus dem Dorstener Marienviertel mit 7:6 und 6:3 gegen Ewald Przewloka vom Euskirchener TC Rot-Weiß durch und gewann so seinen insgesamt fünften Deutschen Meistertitel.

2010 war "Jupp" bereits Deutscher Meister im Doppel bei den Herren 75 geworden, 2013 gewann er sowohl im Einzel als auch im Doppel den Titel in der Altersklasse 80, ein Jahr später war er noch einmal Deutscher Meister im Herren-80-Doppel geworden. Nun setzte er wenige Tage nach seinem 85. Geburtstag noch einen drauf und sicherte sich seinen zweiten Einzel-Titel.

Der Weg ins Endspiel des im TVN Tennis-Zentrum in Essen ausgetragenen Turniers war zunächst nicht besonders steinig, denn im Achtelfinale hatte Korten ein Freilos erwischt und sein Viertelfinalgegner war gar nicht erst angetreten. In der Vorschlussrunde am Dienstag bekam er es dann aber mit der Nummer eins der Deutschen Rangliste bei den Herren 85, dem entsprechend auch an Position eins gesetzten Joachim Fechler vom TC Rot-Weiß Lage, zu tun. Nachdem Korten den ersten Satz noch glatt mit 6:2 hatte gewinnen können, entwickelte sich ein spannender Krimi, den Korten nach dem Verlust des zweiten Durchgangs im Tiebreak dank einer Leistungssteigerung im allerletzten Moment noch mit 10:6 im Matchtiebreak für sich entscheiden konnte.

Auch im Finale am Donnerstag gegen Przewloka machte es Korten vor den Augen einer ansehnlichen Fangemeinde lange Zeit spannend. Zwar zeigte er von Beginn an das aggressivere Spiel und schlug eine Reihe sehenswerter Winner. Aufgrund einiger einfacher Fehler zu viel und des cleveren Spiels seines Gegners geriet er aber zunächst mit 1:4 in Rückstand.

Dank einer Leistungssteigerung gelang Korten dann aber eine Aufholjagd, die im Gewinn des ersten Durchgangs im Tiebreak mündete. Trotz des bitteren Satzverlustes war der Gegner jedoch keineswegs bereit aufzustecken und zog nicht nur die Schrauben an seiner Beinschiene noch einmal an. Zweimal geriet Korten im zweiten Durchgang noch in Rückstand, nach dem Ausgleich zum 2:2 legte er aber wieder eine Schüppe drauf und setzte sich nunmehr entscheidend ab. Nach knapp 100 Minuten Spielzeit verwandelte er schließlich den entscheidenden Matchball zum Sieg.

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