ASC 09

Alipour startet die erste neue Etappe in Aplerbeck

Dortmund - Dortmunds Fußball-Oberligist ASC 09 Dortmund startet mit sieben Neuzugängen in die Vorbereitung - und findet sich in der ungewohnten Rolle als Gejagter wieder.

Die fußballfreien Wochen haben Adrian Alipour sichtlich gut getan. Bei hochsommerlichen Temperaturen hat der Trainer des Fußball-Oberligisten ASC 09 Dortmund am Freitagabend seine Jungs zur ersten Einheit gebeten und der Pause damit ein Ende gesetzt. Frisch und voller Tatendrang betritt er den Rasen im Waldstadion, nachdem er vier Wochen gänzlich abschalten konnte. "Wie eine ausgequetschte Zitrone" habe er sich gefühlt, nun sind die Batterien wieder aufgeladen. In der vergangenen Woche ging es bereits an die Trainingspläne. "Ich habe wieder richtig Bock", verspricht der Coach.

Rolle des ersten Gejagten

Sechs Wochen liegen vor dem ASC, ehe die neue Spielzeit beginnt. Und die Alipour-Elf findet sich - als Dritter nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt - in der ungewohnten Rolle des ersten Gejagten wieder. "Das sehe ich ganz entspannt, für uns zählen zunächst nur 40 Punkte", erklärt Alipour. Und der Sportliche Leiter Samir Habibovic stößt ins selbe Horn: "Wir geben keine großen Ziele aus, sondern setzen uns kleine Etappen."

Etwas, das dem Vorjahr aber definitiv ähneln wird, ist das niedrige Durchschnittsalter im Team. Sieben neue Akteure begrüßte Alipour im Team, dessen Gesicht sich nicht groß verändern wird. "Der Stamm ist geblieben, wir wollen die Jungs an den Seniorenfußball gewöhnen und hoffen, dass sie schnell zünden", beschreibt Alipour. Torhüter Jan Deckenhoff und die Defensivspieler Lars Warschewski, Michel Post und Dominik Voß sind ebenso neu im Waldstadion, wie auch die Offensivkräfte Jannik Marth, Sefa Topcu und Robin Wodniok.

Luft nach oben

Was Alipours Spielidee angeht, sieht der Trainer aber auf alle Fälle noch Luft nach oben: "Wir wollen weiter Schwächen aufarbeiten, variabel in den Systemen bleiben und flexibel auf Spielstände und -geschehnisse reagieren können", gibt der Coach die Marschroute vor.

Umso wichtiger ist es, dass der ASC von Beginn an in sicheren Fahrwassern verkehrt, um der eigenen Entwicklung sämtliche Entfaltungskraft zu lassen. Auch wenn andere Teams den ASC zu den Favoriten zählen, Alipour nennt abweichende Namen im Kampf um die Oberliga-Meisterschaft: "Ich zähle Erndtebrück, Hamm, Haltern und Schalke zu den Top-Teams", sagt der Aplerbecker Übungsleiter. Haltern habe ordentlich aufgerüstet und die Königsblauen überraschten ohnehin mit der Nichtrückkehr in die Regionalliga. "Mehr Druck geht nicht", sagt Alipour über die Gelsenkirchener.

Denken in kleinen Schritten

Er selbst, aber auch Samir Habibovic und die übrigen Aplerbecker, denken in kleineren Schritten. Die sehen zunächst ein Trainingslager Ende der kommenden Woche und den Hecker-Cup Ende Juli vor. Ob der ASC dann wieder die Liga aufmischt, zeigt sich ein paar Schritte später.

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