ASC bangt um den Aufstieg

Aplerbeck ist am Sonntag zum Zuschauen verdammt

Dortmund - Oberligist ASC 09 Dortmund muss am letzten Spieltag auf die Patzer der Konkurrenz hoffen - die Hoffnungen ruhen vor allem auf der Hammer SpVg, die äußerst heimstark ist.

Spielfrei am letzten Spieltag - durch die Rückzüge des SC Hassel und des TSV Marl-Hüls während der laufenden Oberliga-Saison ist der ASC 09 Dortmund am letzten Spieltag dieser Saison zum Zuschauen verdammt. Doch die Mannschaft von Adrian Alipour wird am Sonntag gar nicht in Hamm oder Lippstadt sitzen, sondern der eigenen 2. Mannschaft beim Kampf um den Aufstieg in die Kreisliga A beim VfL Hörde (Sonntag, 15 Uhr) beistehen. Die Hoffnung: Eine doppelte Aufstiegsparty rund um das Waldstadion.

Meisterschaft ist möglich

Damit es soweit kommt, muss einer der beiden verbliebenen Kontrahenten um den Aufstieg in die Regionalliga patzen: Lippstadt dürfte zu Hause nicht gegen die Sportfreunde Siegen gewinnen oder Kaan in Hamm verlieren. Träfe beides ein, wäre der ASC nicht nur Aufsteiger, sondern sogar Meister.

Beim ASC glauben sie nachvollziehbarerweise eher an die Option Hamm, die zwar seitdem überraschenden 1:1 in Gütersloh keine sportliche Chance mehr auf den Aufstieg hat, aber zu Hause erst einmal verloren hat und laut Trainer Sven Hozjak "noch einmal zeigen will, dass wir da oben hingehört hätten." Der ASC könne sich darauf verlassen, "dass wir alles reinhauen werden. Da braucht ihr euch keine Sorgen zu machen!" sagt Hozjak.

Nehrbauer ist sich der schweren Aufgabe bewusst

Beim Gegner Kaan-Marienborn ist sich Trainer Thorsten Nehrbauer der schweren Aufgabe bewusst: "Wir wissen, dass wir an unsere Leistungsgrenze gehen müssen." Nehrbauer und Alipour sind gute Freunde, telefonieren jede Woche miteinander. In dieser Woche ruhten die Gespräche, lediglich per Kurznachricht gab es einen Austausch: "Wir konzentrieren uns auf uns", sagt Nehrbauer, der unbedingt "durch diese offene Tür des Aufstiegs" gehen will und optimistisch ist, dass das auch aufgrund einiger zuletzt angeschlagener Rückkehrer klappt: "Es gibt mir ein positives Gefühl, dass ich von der Bank wieder nachlegen kann", sagt Nehrbauer.

Beim SV Lippstadt wollte man eigentlich schon in der vergangenen Woche den Aufstieg feiern. Doch die überraschende 0:2-Pleite in Kaan-Marienborn hat die Entscheidung auf den letzten Spieltag vertagt: "Der Druck ist zu spüren", sagt Kapitän Fabian Lübbers, "aber er ist natürlich angenehmer als für den ASC, weil wir es selbst in der Hand haben." Lippstadt-Trainer Daniel Berlinski sagt: "Die Euphorie ist riesig und ein bisschen Nervosität ist gut. Wir müssen nur aufpassen, dass sie nicht in Druck umschlägt." Der SVL war nach 13 Spieltagen Zehnter und legte dann eine beeindruckende Aufholjagd hin: "Ich würde mir schon wünschen, dass wir den letzten Schritt jetzt auch noch machen", sagt Berlinski.

Scherz des Schicksals

ASC-Coach Alipour hat sich nach dem letzten Spiel gegen Herne (5:2) nicht mehr mit der Konstellation beschäftigt, wird sich die Partie in Hamm aber anschauen: "Wir können nichts mehr beeinflussen und die Tabelle kenne ich in- und auswendig." Dass das Ergebnis von Kaan auch in dieser Spielzeit über die ASC-Ligenzugehörigkeit entscheidet, ist ein Scherz des Schicksals. In der vergangenen Saison hoffte ganz Aplerbeck auf einen Sieg von Thorsten Nehrbauer. Er kam. Der ASC hielt die Klasse. In diesem Jahr will niemand vom ASC des Kaan-Sieg.

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