Basketball

Es juckte zu sehr: Darum wechselt der Dortmunder Basketballer Niklas Geske zu Phönix Hagen

Basketballer Niklas Geske wechselt von Schwelm nach Hagen, von der ProB in die ProA-Liga. Der Dortmunder will in Hagen Führungsspieler werden - und dabei sein Studium nicht vernachlässigen.

Niklas Geske tauschte im vergangenen Jahr Champions League gegen Vorlesungssaal. Der 24-jährige Dortmunder wechselte vom Basketball-Bundesligist MHP Riesen Ludwigsburg nach Schwelm in die ProB-Liga, um sich auf sein Lehramtsstudium an der TU Dortmund konzentrieren zu können.

Das reicht ihm aber anscheinend doch nicht, es juckte zu sehr in den Fingern: In Schwelm spielte der 1,89 Meter Aufbauspieler eine ganz starke Saison, machte im Durchschnitt fast 21 Punkte pro Spiel - und will die überragende Leistung in der kommenden Saison bei seinem ehemaligen Verein Phoenix Hagen in der ProA-Liga bestätigen.

Ist die Liga höher nicht zu viel Aufwand neben dem Studium? Und hat der Dortmunder nicht Angst, dass er in Hagen nach einem Jahr ProB-Liga kein Führungsspieler mehr sein könnte? Das hat Geske uns im Interview verraten.

Herr Geske, Sie haben sich für die ProB-Liga entschieden, weil Sie mehr Zeit für Ihr Studium haben wollten. In der kommenden Saison wird es bei Phoenix Hagen jetzt doch die ProA-Liga. Wie funktioniert das mit Ihrem Lehramts-Studium an der TU Dortmund?

Das wird funktionieren, vom Aufwand her sollte es in Hagen ungefähr so laufen wie in Schwelm. Es wird vielleicht nur etwas unflexibler.

Das heißt?

Also in Schwelm haben wir in der Woche vier Mal abends und ein Mal morgens trainiert, in Hagen wird vier Mal abends und zwei mal morgens trainiert, dazu kommt Krafttraining. Das kann man sich aber eigentlich flexibel einteilen. Im Studium habe ich außerdem teilweise auch Freiheiten, wie ich mir meine Kurse lege, das sollte also klappen.

Haben Sie schon mit Ihrem neuen Trainer Chris Harris darüber gesprochen, was passiert, wenn sich Uni und Training mal überschneiden sollten?

Mein Trainer weiß natürlich, dass ich studiere. Wenn ich mal nicht zum Training kann, werde ich irgendwie eine Extra-Einheit außer der Reihe bekommen. Morgens ist sowieso Individual-Training, mir wurde zugesichtert, dass es da flexibel läuft.

Ist Ihnen die Entscheidung, Schwelm schon nach einem Jahr zu verlassen, schwer gefallen, oder haben Sie Ihrem alten Verein Hagen sofort zugesagt?

Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, ob ich den Schritt gehe. Dieses mal war es sogar eher mein Umfeld, also meine Freunde und meine Familie, die gesagt haben, dass ich es probieren soll. Und wenn es nicht klappt vom Zeitaufwand her, dann habe ich halt ein Wintersemester verschenkt - es gibt Schlimmeres (lacht).

Sie waren bei Schwelm ein absoluter Führungsspieler, haben Sie Angst, dass Sie das in Hagen vielleicht nicht mehr sein werden?

(lacht) Das will ich nicht hoffen. Also ich glaube, ich kann das Niveau ganz gut einschätzen, ich habe ja auch schon über 150 Bundesliga-Spiele auf dem Konto, das sollte schon funktionieren. Ich will auf jeden Fall eine Führungsrolle im Team übernehmen.

Und was wollen Sie mit Phoenix Hagen erreichen?

Gute Frage (lacht). das geben ja eigentlich immer Trainer und Verein vor. Aber ich würde sagen, dass wir auf jeden Fall die Play-Offs erreichen wollen. Achja, und ich hätte gerne Heimrecht in der ersten Play-Off-Runde (lacht).

Die Saison mit den EN Baskets Schwelm ist bereits beendet, in den Play-Offs war in Leverkusen Endstation. Da haben Sie ja jetzt richtig Zeit für Ihr Studium, bevor die Vorbereitung mit Phoenix Hagen losgeht...

Ach ja, das Semester ist ja gerade erst losgegangen, im März habe ich die letzten Klausuren geschrieben. Da ist der Stress noch überschaubar (lacht).

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