Beim ASC lebt nach 5:2 die Hoffnung

Zwei Szenarien für den Aplerbecker Regionalliga-Aufstieg

DORTMUND - Der ASC erledigt beim 5:2 gegen Westfalia Herne, hat den Aufstieg aber nicht mehr selbst in der Hand. Zwei Konkurrenten können am abschließenden Spieltag noch vorbeiziehen.

So richtig wusste Adrian Alipour nicht, ob er sich nach dem 5:2 (2:0)-Erfolg gegen Westfalia Herne und den Ergebnissen der Konkurrenz freuen sollte. Der Trainer nahm sich erstmal eine Auszeit, um sich die Tabelle vor Augen zu halten.

"Können nur zuschauen"

Die zeigt, dass sein Team als Tabellenführer in den letzten Spieltag der Fußball-Oberliga geht. Der ASC kann aber noch von zwei Teams überholt werden und so von den Aufstiegsrängen stürzen. "Und das Schlimme ist, dass wir nur zuschauen können, weil wir spielfrei sind", sagt ASC-Spieler Kevin Brümmer.

Die großen Konkurrenten um die beiden ersten Plätze in der Oberliga, die zum Aufstieg in die Regionalliga berechtigen, heißen FC Kaan-Marienborn und SV Lippstadt. Beide Teams trafen am Sonntag aufeinander. Kaan gewann 2:0. Somit liegen der ASC und Kaan-Marienborn mit 59 Punkten an der Spitze. Der ASC hat ein um acht Tore besseres Torverhältnis.

Kaan genügt gegen Hamm ein Punkt

Lippstadt folgt mit 57 Punkten, hat am letzten Spieltag die Chance, mit einem Sieg gegen die Sportfreunde Siegen am spielfreien ASC vorbeizuziehen. Kaan-Marienborn benötigt für den Aufstieg sogar nur noch einen Punkt am letzten Spieltag. In Hamm (54 Punkte), das sich mit einem überraschenden 1:1 in Gütersloh aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet hat.

"Schwer zu sagen, bei welchem Spiel man mehr Hoffnung hat. Ich glaube, dass es realistischer ist, dass Hamm gegen Kaan-Marienborn gewinnt, anstatt auf strauchelnde Lippstädter zu setzen", sagte Brümmer.

"Dann haben wir es selbst verkackt"

"Hätten wir nur in einem der Spiele gegen Siegen, Ennepetal oder Schalke einen Punkt geholt, hätten wir heute den Aufstieg feiern können. Man muss es ehrlich sagen. Wenn wir es nicht schaffen, haben wir es selbst verkackt", so Alipour.

An das Szenario wollte der Sportliche Leiter Samir Habibovic nicht denken. "Wir haben heute zwei wichtige Etappen erfolgreich hinter uns gebracht. Wir haben weiter die Chance auf den Aufstieg und Hamm ist raus."

Regionalliga-Feuer lodert

Dann appelliert Habibovic gleich an die Hammer Spielvereinigung. "Hamm hat definitiv die Qualitäten, um Kaan zu schlagen. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die sich hängen lassen. Das hätte mit Fair Play dann nichts zu tun." In Aplerbeck lodert immer noch das Regionalliga-Feuer.

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