Brackel spielt um Einzug in Westfalenpokal

SVB schickt gegen den Lüner SV nur die 2. Mannschaft

Dortmund - Fußball-Westfalenligist SV Brackel könnte sich mit einem Erfolg gegen den Lüner SV für den Westfalenpokal qualifizieren. Die Chancen dazu stehen allerdings schlecht, denn der SVB legt seinen Fokus auf ein anderes Spiel.

Der SVB steht am Sonntag vor einem der wichtigsten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte. Es geht um den Klassenerhalt in der Westfalenliga. Vorher sollte das Team von Trainer Giovanni Schiattarella am Donnerstag (18.30 Uhr, Schwansbeller Weg 7a, 44532 Lünen) aber eigentlich noch das Spiel um Platz 3 im Kreispokal gegen den Lüner SV austragen, das darüber entscheidet, wer kommende Saison im Westfalenpokal spielen darf. Doch daraus wird nun nichts: "Wir fahren nicht hin", sagt Schiattarella, der sich direkt und im Namen des ganzen Vereins dafür entschuldigt, dass in Lünen die 2. Mannschaft auflaufen wird. "Die Situation erlaubt es uns nicht, allen Wettbewerben die gleiche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Wir dürfen bei unserer Personalsituation nichts riskieren. Keine Verletzung, keine Sperre, gar nichts."

Plechaty zeigt Verständnis für Brackel

Die Brackeler "Zweite" spielt normalerweise in der Gruppe 2 der Kreisliga B, steht dort im unteren Tabellendrittel auf Rang 11 und duelliert sich normalerweise mit dem FC Wellinghofen oder Fortuna Dortmund. Nun darf die Mannschaft von Spielertrainer Egzon Gervalla gegen den Westfalenligisten Lüner SV ran - dem die Qualifikation für den Westfalenpokal nach Aussage von Trainer Mario Plechaty "sehr wichtig ist. Wir haben die erste Chance im Halbfinale gegen Schüren vergeigt, jetzt wollen wir die zweite nutzen." Plechaty kann die Maßnahme der Brackeler verstehen: "Wenn ich da Trainer wäre und am Sonntag das Spiel der Spiele vor der Brust hätte, würde ich mir auch die Frage stellen, was ich mache", sagt Plechaty.

Bei Brackel II sind sie richtig heiß auf das Duell mit dem Westfalenligisten: "Die Vorfreude ist riesengroß", sagt Egzon Gervalla, "wir wissen natürlich, dass es für uns darum geht, keine herbe Klatsche zu bekommen, aber eigentlich ist es egal, wie es ausgeht: Für uns ist die Möglichkeit, so ein Spiel auf Naturrasen in dem kleinen Lüner Stadion zu spielen, schon eine tolle Sache." Dass die Brackeler schon am Freitag das letzte B-Liga-Duell bei den Sportfreunden Sölder-holz haben, ist Gervalla egal: "Danach haben wir ja erstmal sechs Wochen Sommerpause, da kann man sich auch doppelt reinhauen - vor allem, wenn man damit der Ersten eine konzentrierte Vorbereitung auf das Endspiel gegen Iserlohn ermöglicht."

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