BVB-Handball-Damen

Keine Chance in Metzingen, aber viel Einsatzzeit für die jungen Kockel, Wulf und Fege

Der BVB kommt in Metzingen mit 18:33 (9:15) unter die Räder. Die Verletzungs- und Krankheitsmisere ermöglicht den jungen Wilden aber immerhin erste Erfolgserlebnisse.

Die Spielmacherin fuhr mit dem Auto hinterher. Alina Grijseels hatte sich eigentlich krankgemeldet, war dann aber doch mit dem eigenen Auto nach Metzingen gefahren, um die Mannschaft wenigstens verbal unterstützen zu können: "Sie war nicht in der Lage zu spielen", sagte Trainer Gino Smits nach der deutlichen Niederlage, bei der Grijseels sich nur zu insgesamt vier Siebenmetern aufraffen konnte - von denen sie zwei verwandelte.

"Null Chance" sah der Trainer

Der malade Rückraum hatte einen erheblichen Anteil daran, dass der BVB in diesem eigentlichen Spitzenspiel zwischen dem Dritten und dem Vierten nur etwa 15 Minuten lang gleichwertig war: "Das Ergebnis zeigt, dass wir null Chance hatten", sagte Smits, der mit Harma van Kreij und der 19-Jährigen Leonie Kockel nur auf zwei nominelle Rückraumspielerinnen zurückgreifen konnte. "Das spielt natürlich eine Rolle", sagte Smits, der mit van Kreij, der Kreisläuferin Anne Müller und der Außenspielerin Svenja Huber im Rückraum begann und seinem Team hinterher keinen Vorwurf machen wollte: "Wir haben gut gekämpft, aber Metzingen war zwei Klassen besser als wir."

Nach 5:5 nach zehn Minuten zogen die Gastgeberinnen über 9:6 (15.) und 15:9 zur Halbzeit davon. Das Spiel war damit entschieden: "Es war nach der ersten Hälfte klar, dass wir mit dieser kleinen Mannschaft das Spiel nicht umkippen können würden", sagte Smits, "dafür hatten wir uns im Angriff zu schwergetan."

Junge sammeln Erfahrung

Da trifft es sich dann natürlich gut, wenn man viele junge Wilde auf der Bank hat, die man dann mal ein bisschen laufen lassen kann. Die 17jährige Mariel Wulf zum Beispiel, die ihre ersten beiden Bundesliga-Tore warf: "Sie musste sich ein bisschen ans Niveau gewöhnen, aber dann hat sie einige Würfe genommen und das war richtig gut", freute sich Smits.

Oder die 17 Jahre alte Carlotta Fege, die in der Abwehr sowohl im Innenblock als auch auf der Halbposition deckte und das laut Smits "brutal positiv gemacht hat. Sie hat sich richtig reingehauen." Und dann ist da ja auch noch Kockel, die aus einer Knieverletzung kommt: "Sie hat mehr als 20 Minuten gespielt, am Anfang etwas gezögert, aber danach ihre Aktionen gemacht und die Mitspielerinnen in Stellung gebracht", sagte Smits, der zugab, dass ihm das Ergebnis dann auch nicht so wichtig gewesen sei. "Die Jungen haben ihr Niveau verbessert, das ist unser Ziel."

Europapokal-Quali am Samstag wieder im Fokus

Das andere - die Qualifikation für den Europapokal - rückt dann am kommenden Samstag zu Hause gegen Bad Wildungen wieder in den Fokus. Mit einer dann hoffentlich wieder genesenen Grijseels und einer mit Tapeverband versehenen Caro Müller (Bänderriss) stünden die Chancen besser: "Bei Caro müssen wir testen, ob es geht. Aber die beiden im Rückraum zu haben, würde schon sehr helfen", hofft Smits.

Hier kann man sich das Spiel noch einmal im Re-Live anschauen:

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