BVB-Handball-Frauen

BVB-Handballerinnen wollen den Deutschen Meister ärgern

Der Deutsche Meister ist zu Gast bei den BVB-Handball-Damen, schon am Freitagabend steigt das Bundesliga-Duell in Herdecke. Mit dem Thüringer HC kehrt auch eine alte Bekannte zum BVB zurück.

BVB-Co-Trainerin Zuzana Porvaznikova ist jedes Mal stolz, wenn sie im Fernsehen ein Spiel der Deutschen Handball-Frauen-Nationalmannschaft verfolgt. Warum? Eine ihrer früheren Schützlinge spielt mittlerweile eine wichtige Rolle für Handball-Deutschland: Nationalspielerin Alicia Stolle hat unter Porvaznikova von 2012 bis 2015 in der Jugend des BVB gespielt. "Ich drücke ihr immer die Daumen und schreibe ihr nach den Spielen", sagt Porvaznikova.

Jetzt kehrt Stolle nach Dortmund zurück - mit dem Thüringer HC. Die 22-Jährige spielt seit 2018 beim THC, der am Freitag (20 Uhr, Hengsteyseestraße, 58313 Herdecke) bei den BVB-Damen in der Bleichsteinhalle gastiert. Der amtierende Deutsche Meister steht momentan mit 38:2 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz - punktgleich mit Tabellenführer Bietigheim, den der THC in der vergangenen Woche im direkten Duell in die Knie zwang (24:23).

"Nach diesem Sieg kommt Thüringen natürlich mit einer Menge Selbstvertrauen zu uns", weiß BVB-Trainer Gino Smits. Der Holländer, der mit seinen Handball-Damen gerne Platz 4 und die damit verbundene Europacup-Teilnahme verteidigen würde, hat in der vergangenen Woche intensiv Video-Schulungen betrieben, um sein Team auf den Deutschen Meister vorzubereiten.

Denn die Borussen sind in dieser Saison schon zwei Mal auf den THC getroffen. Im Hinspiel in der Bundesliga, das Thüringen knapp 24:23 für sich entschied und im Viertelfinale des DHB-Pokals, in dem die BVB-Frauen 19:24 unterlagen. Dieses Mal hätten sich Smits und seine Spielerinnen, "etwas einfallen lassen, wie wir Thüringen ärgern können", sagt der BVB-Trainer.

Gino Smits sieht den THC ganz klar in der Favoritenrolle

Trotz allem sei der Deutsche Meister der vergangenen Saison natürlich der glasklare Favorit, da müsse man realistisch sein, erklärt Smits. Er hat mit seiner Mannschaft unter der Woche einen Matchplan erarbeitet, mit dem "wir die wenigen Schwächen des THC ausnutzen können - wenn sie überhaupt welche haben." Denn Thüringen hat vor allem eines - Stärken. "Wir können uns keine einfachen Ballverlusten leisten, da der THC das gut ausnutzt über schnelle Tempogegenstöße", warnt BVB-Rückraumspielerin Harma van Kreij.

"Besonders Emelie Bölk und Kreisläuferin Meike Schmelzer haben ein richtig gutes Zusammenspiel, auf das wir aufpassen müssen", ergänzt Smits. Es sei klasse, wenn die Borussinnen einen Punkt mitnehmen könnten. Zu klein machen will Smits sich vor dem Duell aber auch nicht und greift dafür auch gerne mal in die Phrasenkiste: "Eine Partie fängt immer bei 0:0 an, erst am Ende sieht man, wie es ausgeht."

Personell hat sich für den BVB im Vergleich zur 20:21-Niederlage beim Buxtehuder SV nichts geändert, die Langzeitverletzten um Spielmacherin Alina Grijseels fehlen immer noch. Auch Torhüterin Rinka Duijndam wird weiterhin nicht dabei sein, ansonsten hat Smits alle Spielerinnen an Bord.

Im Hinspiel gegen den BVB war übrigens eine Werferin des Thüringer HC besonders erfolgreich, was die Feldtore anging: Alicia Stolle. Gleich fünf Mal schenkte sie den Dortmundern im November ein. Das hat auch Zuzana Porvaznikova nicht vergessen: "Am Freitag drücke ich Alicia ausnahmsweise mal nicht die Daumen."

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