Deutsche U19-Meisterschaft

Osterhage: "Wir sind rausgegangen und wollten alles raushauen, was noch in uns steckt"

BVB-Kapitän Patrick Osterhage verrät im Interview, wie es die U19 im Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft geschafft hat, nach einem 1:3-Rückstand zur Pause am Ende trotzdem zu gewinnen.

Patrick Osterhage kam als einer der Letzten nach dem Triumph in die Kabine und war überglücklich. 45 Minuten lang sah es nach einem Desaster aus - doch nach 90 jubelten nur die Schwarzgelben.

Was war letztlich ausschlaggebend für den Sieg über Stuttgart?

Die Rote Karte. Die hat uns sehr viel Aufwind gegeben. In der ersten Halbzeit sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit und dann in Überzahl haben wir es viel besser gemacht und noch die vier Tore geschossen.

Was lief denn im ersten Abschnitt alles falsch?

Wir haben einfach Stuttgarts Konter nicht gut abgesichert. Unser Gegner ist immer hinter unsere Kette gekommen, wir sind gar nicht ins Pressing gekommen und sind nur hinterhergelaufen. Das hat viel Kraft gekostet.

Lag die schwache erste Halbzeit auch daran, dass Sie und Tobias Raschl überhaupt nicht ins Spiel kamen?

Genau, aber so ist das manchmal. Wir wurden gut zugestellt und gedoppelt. So kamen wir nicht zur Entfaltung. Man versucht natürlich, immer wieder ins Spiel zu kommen, aber insgesamt haben wir uns schwer getan, weil wir unseren Spielstil nicht durchdrücken konnten.

Was haben Sie sich dann für die zweiten 45 Minuten vorgenommen?

Wir hatten ja nach dem 1:3 zur Halbzeit nichts mehr zu verlieren. Wir sind rausgegangen und wollten alles raushauen, was noch in uns steckt. Ich hatte mir persönlich vorgenommen, jetzt viel dominanter zu sein und das Spiel mitzubestimmen.

In Immanuel Pherai war über die gesamten 90 Minuten einer der Jüngsten der Beste...

Manu ist ein Superspieler. Wir alle wissen, was er kann. Wenn er um das Tor herum an den Ball kommt, hat er immer seine gefährlichen Aktionen. Er war uns heute eine große Hilfe.

Sie haben beim BVB einen Profivertrag unterschrieben. Wie geht es jetzt für Sie weiter?

Darüber mache ich mir jetzt keine Gedanken. Ich will jetzt einfach in den Urlaub.

Fahren Sie noch mit dem Team weg?

Ich denke, wir machen am nächsten Wochenende noch eine Abschlussfahrt, bevor sich alle in verschiedene Richtungen verteilen.

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