ASC 09 Dortmund

Kunst beim Fußball-Oberligisten ASC 09 gegen Schermbeck

Der Fußball-Oberligist ASC 09 hat gegen den SV Schermbeck mit 4:0 gewonnen. Einen großen Anteil daran hatte ein Spieler, der zuletzt schmerzlich vermisst wurde. (Mit Video)

Bei der Ballannahme hat Kevin Brümmer schon gesehen, dass Schermbecks Keeper Cedric Drobe etwas zu weit vor seinem Tor stand. Brümmer war 40 Meter von der Torlinie entfernt. 40 Meter! "Ich habe kurz überlegt, ob ich es wirklich versuchen soll. Dann habe ich geschossen. Ein bisschen kann ich ja kicken", sagt Brümmer. Der Ball senkte sich hinter Drobe ins Tor - das 3:0 in der 14. Spielminute. "Das war wirklich Kunst", lobt Mitspieler Maximilian Podehl.

Was Podehl und Brümmer zusammen am Sonntag beim 4:0-Heimerfolg in der Offensive veranstaltet haben, war extrem hohes Oberliga-Niveau. Das Traumduo der Vorsaison war vom Gegner zu keinem Zeitpunkt des Spiels zu stoppen und erzielte alle vier Treffer.

Dabei stand unter der Woche noch gar nicht fest, ob Podehl nach seinem Meniskus-Anriss im rechten Knie überhaupt spielen könne. "Ich hatte Anfang der Woche beim Training noch Probleme", sagt Podehl. Sein Einsatz entschied sich dann am Freitag. "Da hat Maxi im Trainingsspiel alles getroffen. Ich glaube, der hat fünf Tore geschossen. Da war mir klar, dass er gegen Schermbeck von Beginn an spielt", klärt Interims-Coach Samir Habibovic auf.

Eiskalter Brümmer

Es war am Sonntag Podehls erster Startelfeinsatz seit dem ersten Spieltag gegen den TuS Haltern (0:1). Und nach drei Minuten war Podehl gegen Schermbeck gleich zur Stelle und konnte von Kevin Mule-Ewald nur per Foul gestoppt werden. Kevin Brümmer verwandelte den Elfmeter eiskalt. Zwei Minuten später traf Podehl selbst per Kopf nach einer Flanke von Dennis Drontmann - 2:0 (5.).

Nach Brümmers Kunstwerk zum 3:0 war es wieder Podehl, der einnetzte. In der 19. Minute war die Partie damit entschieden - 4:0. Die Vorarbeit hatte Brümmer geleistet. "Maxi hat in den beiden vergangenen Jahren ja bewiesen, wie wichtig er für uns ist. Es waren ja nicht umsonst höherklassige Teams an ihm dran. Seine Qualität vor dem Tor hat uns in den vergangenen Wochen gefehlt", sagt Brümmer.

Und nicht nur in den vergangenen Wochen hatte Podehl gefehlt, auch zum Ende der vergangenen Spielzeit mit einem Achillessehnenanriss. Das war ein gewichtiger Grund, warum der ASC 09 letztlich nicht in die Regionalliga aufgestiegen ist. 22 Tore hatte er bis zu seiner Verletzung erzielt. Bei Brümmer waren es am Ende der Spielzeit 19 Treffer. Beide zusammen bildeten damals und heute eines der gefährlichsten Offensiv-Duos der Liga.

Zwei Chancen vergeben

Aber ganz perfekt war das Comeback von Podehl noch nicht. Zwei Mal tauchte er gegen Schermbeck alleine vor dem Tor auf. Erst scheiterte er an Keeper Drobe (80.), dann vertändelte er zu leichtfertig (84.).

Die zwei Chancen muss ich natürlich verwerten. Ich komme in den nächsten Wochen aber immer besser rein, das merke ich gerade", sagt Podehl. Und der ASC hatte nicht nur diese beiden Möglichkeiten, um den Sieg noch höher zu gestalten. Der Gast war mit dem 0:4 sogar noch gut bedient. "Mir haben nur 20 Minuten nicht gefallen, ansonsten war das ein Topauftritt meiner Jungs", erklärt Samir Habibovic, "Und es war ein sehr wichtiger Sieg, so sind wir im sicheren Mittelfeld angekommen und können weiter in Ruhe arbeiten." Vor allem Dank Maxi Podehl und Kevin Brümmer.

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