ASC 09 Dortmund

"Nichts gebrochen" - Leon Broda hat Glück im Unglück

Aplerbeck - Glück im Unglück für Leon Broda. Nach seinem schweren Zusammenprall im Pokal-Spiel gegen Meinerzhagen gibt der ASC-Torhüter Entwarnung aus dem Krankenhaus.

Broda war während des Westfalenpokal-Spiels beim RSV Meinerzhagen (0:1) bei einem Rettungsversuch gegen Hakan Aktas mit seinem Kopf gegen das Knie des RSV-Stürmers geprallt - und blutüberströmt und bewusstlos liegengeblieben. Aufgrund der Schwere der Verletzung wurden zunächst Rettungskräfte mit einem Krankenwagen zum Platz gerufen, diese verständigten daraufhin einen Notarzt.

Lippe genäht, Zähne gerichtet

Nach fast 40-minütiger Behandlung wurde der 20-Jährige ins Klinikum Nord nach Dortmund gebracht. Am Freitagmorgen gab es zum Glück Entwarnung: Knochenbrüche im Gesicht, das bestätigte Broda per WhatsApp, konnten nach weiteren Untersuchungen ausgeschlossen werden. Die aufgeplatzte Lippe wurde genäht, Zähne gerichtet. Zudem wurde eine schwere Gehirnerschütterung diagnostiziert. Broda befindet sich derzeit noch im Krankenhaus.

Die Mannschaft des ASC stand am Donnerstagabend unter Schock. Selbst über einen Spielabbruch wurde nachgedacht. Habibovic versammelte seine Mannschaft um sich. "Ich habe meinen Spielern gesagt, dass sie selbst entscheiden sollen, ob sie weiterspielen können und wollen." Kevin Brümmer & Co. fassten den Entschluss, die Partie fortzusetzen. "Sie wollten dieses Spiel für Leon gewinnen", sagte Habibovic und zollte seinen Spielern anschließend einen "riesen Respekt für ihre Leistung".

ASC unter Schock, aber spielerisch überlegen

Die ohnehin schon verletzungsgeplagten Gäste aus Aplerbeck übernahmen nach der Unterbrechung die Kontrolle über die Partie und hatten mehrmals die Chance zum Ausgleich. Die beste vergab Jannik Marth in der 70. Minute, als er freistehend vor Meinerzhagens Keeper Johannes Focher scheiterte.

Sieben Minuten vor dem Abpfiff blieb dem ASC zudem ein möglicher Elfmeterpfiff verwehrt, als Brümer nach einem Zweikampf mit Til Bauman zu Boden ging. Und als in der dritten Minute der Nachspielzeit dann auch noch Dennis Drontmanns Kopfball nach Flanke von Brümmer knapp am Tor vorbei segelte, war das Pokal-Aus endgültig besiegelt. Doch so richtig interessierte das an diesem emotionalen Fußballabend kaum jemanden.

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