Eintracht Dorstfeld wieder Frauen-Stadtmeister

Großer Jubel nach Titel-Hattrick - A-Ligist wird Dritter

DORTMUND - Partystimmung in Renninghausen: Mit Eintracht Dorstfeld triumphiert bei der 19. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft der Frauen nicht nur die beste Mannschaft des Turniers, sondern auch das Team mit der größten Fangemeinde. Hier gibt es zahlreiche Bilder des Turniers.

Deutlich mit 4:0 gewann der Spitzenreiter der Landesliga 2 das Endspiel gegen den Bezirksligisten Sportfreunde Nette und machte damit den Titel-Hattrick perfekt. Platz drei ging an Ausrichter Ay Yildiz Derne nach einem 3:2-Erfolg im kleinen Finale über den TuS Eichlinghofen.

So einfach, wie es das Resultat vermuten lässt, machte es der Vizemeister dem großen Turnierfavoriten allerdings keineswegs. Bis in die Schlussphase hinein führten die Dorstfelderinnen durch einen Treffer von Jennifer Beiteke (8.) lediglich mit 1:0, ehe Elena Strautz (13.), Ana Louisa Haslsteiner (14.) und Elena Schmidt (15.) noch für klare Verhältnisse sorgten.

Nettes großer Kampf

"Zwölf Minuten lang war der Ausgang der Partie völlig offen", fasste ein trotz der Niederlage hoch zufriedener Sportfreunde-Trainer Volker Böcker das Finale zusammen, "die Mädels haben super dagegen gehalten, solange es ging. Aber nach dem 0:2 mussten wir öffnen und das Risiko erhöhen. Und dann war Dorstfeld vor dem Tor einfach eiskalt." Für Nette war dieser zweite Platz der Lohn für einen starken zweiten Turniertag. Böcker: "Da haben wir uns gegenüber der Gruppenphase um 100 Prozent gesteigert."

Ganz oben aber Eintracht Dorstfeld. Für Trainer Manfred Schulze war es bereits der zehnte Titel beim Budenzauber der Dortmunder Fußballfrauen. Sieben davon holte er mit Berghofen, bevor er nun mit Dorstfeld zum dritten Mal in Serie triumphierte. Nachdem die Regionalligamannschaft der Berghoferinnen diesmal nicht am Start war, galt die Eintracht als Top-Favorit. "Vielleicht lag es an dieser Rolle, dass die Mädchen etwas nervös in die Spiele gegangen sind und eine gewisse Zeit brauchten, um sich zu finden", resümierte Schulze, "aber sie haben sich jedes Mal freigeschwommen und sich am Ende immer verdient durchgesetzt."

Trotz herausragender Einzelspielerinnen wie Lara Hohm oder Elena Schmidt war für den Trainer das prima funktionierende Kollektiv der Schlüssel zum Erfolg. Eng wurde es für den Meister, der zuvor bei einem Torverhältnis von 28:1 alle sechs Partien gewonnen hatte, nur beim 3:2 im Halbfinale gegen den TuS Eichlinghofen.

Packende Halbfinals

Es war ein packendes Duell nahezu auf Augenhöhe. Dorstfelds Führung durch Lara Hohm (4.) konterte Angelina Hans mit dem Ausgleich (9.). Erst ein Doppelschlag durch Elena Schmidt und erneut Lara Hohm brachte die Eintrachtlerinnen in der Halle Renninghausen auf die Siegerstraße, ehe abermals Angelina Hans Sekunden vor Schluss verkürzte. "Das wäre auch ein schönes Finale gewesen", geriet Eichlinghofens Teamchef Jürgen Engelhardt nach diesem auf hohem Niveau stehenden Duell geradezu ins Schwärmen.

Ähnlich spannend ging?s im zweiten Halbfinale zwischen Nette und Ay Yildiz zu. Nach dem 0:1-Rückstand durch Edanur Erdoran drehten Jaqueline Meißner und Lisa-Marie Böcker die Partie, doch eng blieb es bis zum Schluss. Pech hatte Gizem Kilic mit einem Lattentreffer (14.) - so blieb es beim 2:1 für Nette.

Ay Yildiz die große Überraschung

Noch mehr als Eichlinghofen, das ohne Gegentreffer ins Halbfinale eingezogen war, war Ay Yildiz die große Überraschung dieses Turniers. "Als A-Ligist Dritter geworden zu sein", bilanzierte Dernes Trainer Halil Koyuncu, "ist viel mehr, als wir uns erträumt hatten." Dagegen war für die Landesligisten SG Lütgendortmund, SV Berghofen II und Wambeler SV bereits in der Zwischenrunde Schluss. Bitter für Rekordsieger SGL vor allem die 0:4-Schlappe gegen Eichlinghofen - der Verlust gleich mehrerer Leistungsträgerinnen im Winter wog einfach zu schwer.

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