Erfolgereiche Jugendarbeit des Hombrucher SV

HSV-Nachwuchs behauptet sich zwischen Fußball-Riesen

Dortmund - In den Nachwuchsligen sind die Stars von morgen zu finden. Doch nicht nur Dortmund und Schalke mischen mit, sondern auch der Hombrucher SV. Damit das klappt, setzt der Underdog auf ein spezielles System.

Spiele gegen die ganz großen Teams des deutschen Fußballs: Das war schon immer der Traum von Hombruchs Jugendleiter Erich Speckmann. Jahrelang musste er aber zuschauen, wie sich verheißungsvolle Talente schnell verabschiedet haben, um sich einen neuen Verein zu suchen. Kaum war man in die Kreisliga A aufgestiegen, kamen Teams aus höheren Ligen und lockten die Jugendlichen zu sich. "Wir wussten, das wir etwas ändern müssen", erinnert sich Speckmann 30 Jahre zurück.

Konkurrenz stimmt zu

Mittlerweile ist sein Traum in Erfüllung gegangen. Der Hombrucher SV spielt in der höchsten Spielklasse der B-Junioren und misst sich mit Teams wie Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund. "Wir sind mittlerweile die zweite Kraft in Dortmund hinter dem BVB", sagt U17-Trainer Matthias jabsen. Und auch die Konkurrenz stimmt ihm zu. "Es ist beeindruckend, was für eine gute Arbeit die Hombrucher leisten", sagt Sebastian Geppert, Trainer der U17 von Borussia Dortmund. "Sie zeigen, dass es nicht wichtig ist, wie groß ein Verein ist, sondern dass es darauf ankommt, wie man arbeitet.

Doch wie hat es der vergleichsweise kleine Verein im Jugendbereich bis in das Konzert der Großen geschafft? "Den Grundstein haben wir vor zehn Jahren gelegt", sagt Speckmann. Damals kam der heutige Koordinator der U13 bis U16 des VfL Bochum, David Siebers nach Hombruch. "Wir hatten keine gemeinsame Linie für unsere Jugendmannschaften und haben uns zusammengesetzt." Siebers, der vorher unter anderem die Jugend von Borussia Dortmund trainiert hatte, brachte Ideen und eine neue Struktur in den Verein.

Weiterbildung der Trainer

Die Trainer haben sich weitergebildet, ihre B- und A-Lizenzen gemacht und ihr neues Wissen an die Kinder und Jugendlichen weitergegebenen. "Wir legen die Voraussetzungen schon bei den Kleinen", so Speckmann. In jeder Jugend seien die Ziele klar definiert. Im Normalfall müssen die Trainer also nichts mit den Talenten nachholen. "Unsere Koordinatoren haben das alles im Auge und stellen die professionelle Arbeit sicher." Dabei kommen die Spieler nicht nur, um in der höchsten Klasse der B-Junioren zu spielen, sondern auch, um sich in der C-Jugend Landesliga und A-Jugend Westfalenliga weiterzuentwickeln. Um den Talenten aber auch die Senioren-Mannschaft schmackhaft zu machen, sei der nächste Schritt nötig, so Speckmann. "Wir müssten den Jugendlichen die Perspektive bieten, in der Oberliga spielen zu können." Aktuell spielen die Hombrucher allerdings in der Landesliga.

Hoffnung schöpft der Jugendleiter daher aus der angestrebten Fusion mit dem FC Brünninghausen. "Sonst gehen die jungen Leute weg. Es ist zwar schön zu sehen, dass sie ihren Weg woanders machen, aber unser Ziel muss es sein, die Talente an uns zu binden." Das System der Hombrucher ist also noch nicht am Ende angekommen, doch es ist weiterhin Geduld gefragt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Entsteht in Waltrop ein neuer Gesamtschul-Teilstandort für Castroper Schüler?
Entsteht in Waltrop ein neuer Gesamtschul-Teilstandort für Castroper Schüler?
Schock-Tat in Gelsenkirchen: Mann injiziert 13-Jähriger unbekannte Substanz - so geht es dem Opfer
Schock-Tat in Gelsenkirchen: Mann injiziert 13-Jähriger unbekannte Substanz - so geht es dem Opfer
Marler Stern: Parkhaus und Rolltreppe eröffnet - Fakt AG nennt neue Mieter
Marler Stern: Parkhaus und Rolltreppe eröffnet - Fakt AG nennt neue Mieter
Hallenstadtmeisterschaft in Datteln - kein leichtes Los für Gastgeber Borussia Ahsen
Hallenstadtmeisterschaft in Datteln - kein leichtes Los für Gastgeber Borussia Ahsen
Frau stürzt mit Mofa - dann deckt die Polizei Unglaubliches auf
Frau stürzt mit Mofa - dann deckt die Polizei Unglaubliches auf

Kommentare