Frauenfußball

Birgit Prinz führt die Gründungself der Hall of Fame an

Die deutschen Fußballfrauen gehören seit langer Zeit zur Weltelite. Das Deutsche Fußballmuseum hat jetzt wegen der großen Erfolge der Mannschaft eine Gründungself zur Ruhmeshalle gewählt.

128 Tore in 214 Länderspielen. Nicht nur dank dieser beeindruckenden Quote führt kein Weg vorbei an Birgit Prinz. Die Rekordnationalspielerin zählt zur ersten Frauen-Elf, die in die Hall of Fame des deutschen Fußballs einzieht.

Prinz findet sich in guter Gesellschaft wider

Auf Initiative des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund haben führende Sportjournalisten jetzt die Gründungself der Frauen zur Ruhmeshalle des deutschen Fußballs gewählt. Birgit Prinz, die dreimalige Weltfußballerin und neunfache Deutsche Meisterin, findet sich dort in illustrer Gesellschaft: Auch die zweite Ehrenspielführerin des DFB, Bettina Wiegmann, überzeugte die Jury. Viermal lenkte Wiegmann das Nationalteam zum EM-Titel, 2003 zählte die Mittelfeldspielerin zum Kader, der in den USA den Weltmeistertitel gewann.

Im Tor der Gründungself steht die zweimalige Weltmeisterin Silke Rottenberg, Doris Fitschen, Steffi Jones und Nia Künzer bilden die Abwehr, Silvia Neid, Bettina Wiegmann, Renate Lingor, und Martina Voss-Tecklenburg haben die Plätze im Mittelfeld erobert, Birgit Prinz, Inka Grings und Heidi Mohr bekleiden die Positionen im Angriff. Die erste Trainerin, die es in die neue Hall of Fame schafft, ist Tina Theune, die das DFB-Frauenteam zum WM-Titel und zu drei EM-Trophäen führte.

"Mit der Wahl der Frauen-Elf ist der erste Jahrgang der Ruhmeshalle komplett. Die Hall of Fame würdigt die größten Legenden des deutschen Fußballs erstmals zentral an einem Ort. So entsteht eine dauerhafte Pilgerstätte für alle Fußballfans", sagt Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums.

Aufnahme im Sommer

Die Hall of Fame wird im April als begehbarer Raum und neues Ausstellungshighlight in Dortmund mit der Aufnahme der Gründungself der Männer eröffnet, die im November 2018 gewählt wurde. Die feierliche Aufnahme der nun berufenen Frauen erfolgt in Sommer dieses Jahres.

Die Fachjury, zu der auch diese Zeitung zählt, entscheidet im jährlichen Rhythmus über weitere Neuaufnahmen aus dem Männer- und Frauenfußball. Genannt werden dürfen stets nur Fußballerinnen und Fußballer deutscher Herkunft, deren Karriereende mindestens fünf Jahre zurückliegt. Die Olympiasiegerinnen von 2016 etwa standen somit für die Gründungself noch nicht zur Wahl.

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