Fußball-Kreisliga A

Germania zieht weg: Ist der Derbysieg gegen Türkspor die Entscheidung im Aufstiegskampf?

Rot-Weiß Germania zieht davon. Nach dem achten Sieg im achten Rückrundenspiel thront das Team vom scheidenden Trainer Frank Eigenwillig mit deutlichem Vorsprung an der Tabellenspitze.

Das Abschiedsgeschenk für den scheidenden Trainer Frank Eigenwillig haben die Spieler des Fußball-A-Ligisten RW Germania am Sonntag (31. März) im Topspiel gegen Türkspor eingetütet. Jetzt fehlt nur noch die Schleife für die Übergabe. Der Aufstieg in die Bezirksliga ist nach dem 1:0-Erfolg zum Greifen nahe. Acht Punkte liegen die Unaufsteigbaren (zuletzt zweimal in der Relegation gescheitert) jetzt vor dem Zweiten Türkspor Dortmund.

Cosgun klärt auf der Linie

In der Anfangsphase des Spiels agierten beide Teams sehr vorsichtig und abwartend. So dauerte es 18 Minuten, bis Germania die erste nennenswerte Torchance hatte. Der Abschluss von Tobias Marschallek konnte von Ahmed Cosgun auf der Linie geklärt werden.

Neun Minuten später war Mehmet Akcay im Tor von Türkspor das erste und einzige Mal geschlagen. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld nahm Marcel Herzog Tempo auf, lief in den Sechzehner und hatte das Auge für den besser postierten Kevin Lavrenz, der den Ball aus halblinker Position unter die Latte hämmerte (27.).

Lavrenz ist für die wichtigen Tore zuständig

Lavrenz ist der Mann für die wichtigen Tore bei der Germania. Er hatte schon Anfang März den 1:0-Siegtreffer gegen den Verfolger Westfalia Huckarde erzielt.

Türkspor wachte erst im zweiten Abschnitt auf. Die Jungs von Bülent Kara agierten jetzt viel aktiver, störten Germania beim Spielaufbau und kamen zu guten Tormöglichkeiten. Semih Akgüls Schuss aus knapp 20 Metern wurde geblockt (53.). Wenig später verfehlte er per Kopf (57.). Durmus Aydin zwang Germanias Schlussmann Fabian Leppert zu einer spektakulären Flugeinlage (75.). "Fabian hat uns mit seinen Paraden den Sieg gesichert", sagte Eigenwillig.

Dramatische Nachspielzeit

Die Nachspielzeit war dramatisch. Herzog (90.), Eike Sturmeit (90.+1) und Maurice Schumann (90.+3) ließen gleich drei Eins-gegen-eins-Situationen gegen Akcay aus. So war Türkspor noch nicht geschlagen und hatte in der fünften Minute der Nachspielzeit durch Cosgun noch die Ausgleichsmöglichkeit. "Am Ende wäre ein 1:1 aufgrund der Tormöglichkeiten verdient gewesen. Leider hat es heute nicht gereicht", zog Bülent Kara sein Fazit, der die Mannschaft nach dem schwachen Rückrundenstart Ende Februar übernommen hatte.

Das war den Spielern der Germania egal, sie wollen in den restlichen sieben Spielen jetzt nur noch die Schleife um das Geschenk schnüren. Nach acht Siegen aus acht Rückrundenspielen scheint das sehr realistisch.

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