Fußball-Kreispokal

"Weltklasse", "überragend": Viel Lob für Eichlinghofens Torhüter Jan Knoblich

Eichlinghofens Keeper Jan Knoblich bringt seinen TuS mit einer unglaublichen Parade ins Kreispokal-Finale. Der Keeper weiß selbst nicht so genau, wie er das gemacht hat.

Es lief die 87. Minute auf der Sportanlage zum Bärenkamp in Derne, als Jan Knoblich zum Spieler des Kreispokal-Halbfinals aufstieg. Buchstäblich sogar, denn der Torhüter des TuS Eichlinghofen hielt einen Ball aus der zweiten Etage, einen Freistoß von Ay Yildiz Derne, den eigentlich alle auf dem Platz - sein eigenes Team eingeschlossen - schon drin gesehen hatten: "Wie er den rausgeholt hat, weiß immer noch keiner", sagte sein Trainer Marc Risse auch am Tag danach, der Knoblich eine "überragende" Leistung attestierte.

Freistoß in Richtung Winkel

Nicht mal der junge Torhüter selbst konnte helfen: "So einen Ball hab ich noch nie gehalten", sagte Knoblich, "manchmal macht man ja so Sachen, bei denen man gar nicht weiß, wie." Der Freistoß, gezirkelt in Richtung Winkel des Eichlinghofer Tores, wäre der späte Ausgleich in einer Partie gewesen, die der Bezirksligist zwar am Ende mit 2:0 (1:0) gewann, sich aber selbst über das Zustandekommen im Klaren war: "Wir hatten zuletzt wenig Glück", sagte der 21-jährige Knoblich, "dieses Mal war es auf unserer Seite."

Dernes Trainer Yasin Yanik sagte: "Besonders nach der zweiten Hälfte, in der wir gefühlt 70 Prozent Ballbesitz hatten, tut das Ausscheiden weh. Aber wenn der Schnapper den da so weltklasse rausholt..." Auch Yanik erkannte die Leistung von Knoblich an, wie Knoblichs eigenes Team.

Torschütze Marcel Dickehut sagte: "Er hat vorher schon jedes Ding gehalten. Aber mit dieser Parade hat er uns den Sieg beschert." Dickehut hatte sich schon in Richtung Mittelkreis orientiert, weil "ich den schon drin gesehen hatte. Doch dann greift er über und holt ihn raus."

Verkorkste Saison gerettet

Dabei ist Knoblich im Moment gar nicht die Nummer eins beim TuS. In der Hinrunde machte er einige Spiele, war dann beruflich mehr eingespannt, Henrik Fibbe zog vorbei. "Für die Chance im Pokal war ich natürlich dankbar", sagte Knoblich.

"Wir haben die verkorkste Saison ein bisschen für uns gerettet", sagte Dickehut. Denn in der Liga läuft es seit einigen Wochen gar nicht mehr. Auch deshalb war hinterher neben großer Freude viel Erleichterung zu spüren: "Wir sind froh, dass wir dem Trainer und dem Klub ein bisschen was zurückgeben konnten", sagte Matchwinner Knoblich.

Wunsch nach Dortmunder Finale

Am 30. Mai wartet nun der Sieger des anderes Halbfinals zwischen dem Lüner SV und dem FC Brünninghausen auf den TuS: "Die nehmen sich beide nichts", sagt Coach Risse, "aber ein Dortmunder Finale hätte schon was."

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